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Frauenfeindlichkeit im Internet: Die düstere Welt enthemmter Männer

February 12
16:26 2021

Bevor Stefan B. zum Mörder wurde, war sein Name der Polizei bekannt. Er hatte schon mehrfach im Gefängnis gesessen, meist weil er ohne Führerschein gefahren war und Unfälle gebaut hatte. Doch einen Tatort hatte die Polizei nicht im Blick: das Internet. Die Vorwürfe: sexuelle Nötigung, Volksverhetzung und Beleidigung. B. besaß Profile in sozialen Netzwerken und auf Datingplattformen. Seine öffentlichen Äußerungen waren meist frauenfeindlich, gewaltverherrlichend, extrem rechts.

»Alles Schlampen ausser Mutti«, schrieb B., damals 25 Jahre alt, am 5. Juli 2013 für jeden sichtbar auf Facebook. Eine Woche zuvor: »Patricia lol die Lesbe hatte grad mein bestes Stück im MUND«. Zwei Wochen davor: »Aber egal neue flirt seite da wird heute schon no eine die beine breit machen JAHHHHHHH.« Und bereits am 20. Juni 2012: »Ich wäre dafür das Frauen die Kinder nur des Geldeswegen bekommen sterilisiert werden.« Sollte er jemals so eine Frau treffen, werde er »alles dagegen unternehmen«.

B. gefiel die Seite der NPD und die Rechtsrockband Sleipnir. Er forderte »Todesstrafe für Kinderschänder« und nannte sich in einem Messenger »Adolf H.«. Als er 21 Jahre alt war, fragte er auf einem Blog nach einer Anleitung, um »ne bombe einfach bauen« zu können.

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