Winfried Kretschmann vor Corona-Gipfel: »Wir haben eine höchst fragile Lage«
Icon: vergrößernMinisterpräsident Kretschmann: »Wir setzen auf Sicherheit«
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SPIEGEL: Am heutigen Mittwoch findet der nächste Corona-Gipfel mit der Kanzlerin statt. Die Infektionszahlen gehen derzeit zurück, aber die Virusmutanten sind eine große Gefahr. Denken Sie, dass der Lockdown verlängert wird?
Kretschmann: Ich möchte zu gemeinsamen Entscheidungen kommen. Deshalb halte ich mich im Vorfeld zurück, denn Vorfestlegungen erschweren meist die Diskussion. Klar ist aber, dass wir Grundschulen und Kitas prioritär so schnell wie möglich schrittweise öffnen wollen, denn unsere Kleinsten leiden besonders stark unter der Pandemie – aber alles ist abhängig von der weiteren Entwicklung der Pandemie.
SPIEGEL: Einige Ihrer Kollegen, zuletzt der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow, haben Stufenpläne für den Ausstieg aus dem Corona-Lockdown entwickelt. Sie dagegen stellen Lockerungen erst ab einer Corona-Inzidenz von unter 50 in Aussicht. Dabei hat das Oberste Verwaltungsgericht in Baden-Württemberg am Montag bereits die landesweite nächtliche Ausgangssperre gekippt. Halten Sie die Pläne ihrer Kolleginnen und Kollegen für falsch?

