Donald Trump und der Impeachment-Prozess: Die Akte Putschversuch
Icon: vergrößernDonald Trump: »Anstiftung zum Aufruhr«?
Foto: Mark Makela / Getty Images
Zuerst erscheinen Donald Trumps Augen, Nahaufnahme, Blick nach vorn. Auf der Tonspur läuft ein Ausschnitt der Rede, die er bei seiner Vereidigung als Präsident hielt. Wichtig sei nur eins, verkündet er darin voll Pathos: dass »unsere Regierung vom Volk kontrolliert« werde. Das zweite Bild ist eine Luftaufnahme vom Kapitol in Washington. Trump hat das Parlament im Visier, diese Botschaft schwingt mit.
Als Nächstes werden dem Publikum jene Eliten vorgeführt, die es zu kontrollieren gilt, die »Globalisten« in Amerika und außerhalb: Zu sehen sind die hohen weißen Lettern des Hollywood-Schriftzugs über Los Angeles, der Saal der Uno-Generalversammlung, eine Sitzung des Europäischen Parlaments. Es folgt ein verdattert ins Nichts stierender Joe Biden. Der heutige Präsident war im Wahlkampf von seinem republikanischen Rivalen immer wieder als Marionette obskurer internationaler Eliten dargestellt worden.
Wieder ertönt Trumps Stimme: Zu lange habe eine kleine Gruppe in Washington profitiert, »während das Volk die Kosten trug«. Auf der Leinwand tauchen führende Demokraten auf, Senator Chuck Schumer, inzwischen Mehrheitsführer im Senat, und Nancy Pelosi, Vorsitzende des Repräsentantenhauses. Ihnen werden Soldaten gegenübergestellt, die einen in die Nationalflagge gehüllten Sarg tragen. Es folgen Bilder des Elends aus dem Alltag jener Amerikaner, die Trump »die vergessenen Männer und Frauen« des Landes nennt.

