Corona-Shutdown: Thüringen arbeitet an bundesweitem Stufenplan
Icon: vergrößernThüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow
Foto:
Michael Reichel / dpa
Der Weg schien so einfach: Die Corona-Infektionszahlen sollten runter, gleichzeitig würden die Impfungen beginnen, und schon bald wären Lockerungen des Shutdowns in Sicht. Irgendwann würde der Frühling kommen, das Leben wieder draußen stattfinden, und Deutschland könnte sich Hoffnungen auf einen halbwegs normalen Sommer machen. Das war Ende 2020.
Inzwischen ist die erste Februarwoche vorbei, halb Deutschland steckt im Schneegestöber, und der Weg erweist sich als höchst kompliziert.
Die Infektionszahlen sind nicht so schnell gesunken wie erhofft, die Impfkampagne bleibt hinter den Erwartungen zurück. Dafür breiten sich neue, ansteckendere Virusmutanten aus, eine zusätzliche Gefahr.
Wie soll es weitergehen? Darüber beraten am kommenden Mittwoch Bund und Länder in einer Videokonferenz. Vor dem Treffen macht die thüringische Landesregierung einen Vorstoß für eine neue bundesweite Strategie. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will einen detaillierten Stufenplan für den Ausweg aus der Pandemie vorschlagen. Der Entwurf, der noch vom Kabinett in Erfurt beraten werden soll, liegt dem SPIEGEL vor.

