Corona-Impfung: Genesene müssen mit stärkeren Nebenwirkungen rechnen
Icon: vergrößernEin Arzt verabreicht in einem Impfzentrum in Magdeburg eine Impfung gegen das Coronavirus
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Als Matthias Onken im März von einer Dienstreise zurückkam, fühlte er sich plötzlich krank. Er war schlapp und bekam kaum Luft. Schon der Weg vom Bett zum Sofa wurde zur kurzatmigen Tortur. Ein Test auf das Coronavirus brachte Onken Klarheit: Er fiel positiv aus, Onken hatte sich in der ersten Welle in Deutschland irgendwo mit dem Virus infiziert. Bis heute weiß er nicht wo. Nach und nach erkrankte die gesamte Familie des Hamburgers. Erst seine beiden Söhne, nach einigen Tagen auch seine Frau. Zum Glück ging es für alle verhältnismäßig glimpflich aus. Onken kam um einen Klinikaufenthalt herum, niemand erkrankte ernsthaft.
Die gesamte Familie hat Covid-19 überstanden, so wie viele andere Menschen in Deutschland auch. Zwar litt der 48-Jährige noch lange unter Atembeschwerden und Entkräftung. Aber inzwischen bewältigt er die Strecke ins Büro wieder wie gewohnt mit dem Fahrrad.
Angst vor einer erneuten Infektion hat die Familie nicht. Die Onkens nahmen an einer Studie teil, für die regelmäßig ihr Anteil an Antikörpern im Blut ermittelt wurde. Und der war auch im Dezember ausreichend hoch. »Die Ärzte gehen davon aus, dass bei uns Immunität besteht«, sagt er. Als dann in Deutschland der erste Impfstoff verabreicht wurde, war es deshalb auch kein Thema, sich impfen zu lassen.

