Corona-News am Mittwoch: Fauci warnt vor Super-Bowl-Partys
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Foto: Wayne Parry / AP
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Commerzbank-Aufsichtsrat stimmt Sparplan zu – Milliardenverlust 2020
22.10 Uhr: Der Vorstand der Commerzbank hat die Details für den Konzernumbau festgezurrt. Die vom Management vorgeschlagene Strategie werde vom Aufsichtsrat inhaltlich und fachlich mitgetragen und die Umsetzung werde »konstruktiv« begleitet, teilte die Bank am Mittwoch nach einer außerordentlichen Sitzung des Kontrollgremiums mit. Die zweitgrößte deutsche Privatbank streicht 10.000 Stellen und schließt bundesweit 340 Filialen.
»Die neue Strategie schafft die Voraussetzung für eine nachhaltig profitable Commerzbank«, sagte der neue Bankchef Manfred Knof. Der Vorstand werde nun eine »tiefgreifende Restrukturierung« sowie die umfassende Digitalisierung der Bank einleiten.
Im vergangenen Jahr rutschte die Bank wegen der Coronakrise tief in die roten Zahlen. Der Betriebsverlust summierte sich nach vorläufigen Zahlen auf 233 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2019. Unter dem Strich stand ein Verlust von knapp 2,9 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 585 Millionen Euro.
Slowakei will Schulen schrittweise wieder öffnen
21.19 Uhr: Unter strengen Auflagen dürfen in der Slowakei ab Montag schrittweise wieder Schulen und Kindergärten öffnen. Wie die Regierung in Bratislava am Mittwoch bekannt gab, gilt die Lockerung zunächst nur für die ersten vier Schulstufen und die Abschlussklassen einiger Schultypen. Bedingung für das Betreten des Schulgebäudes ist für die jüngsten Schüler ein höchstens sieben Tage alter negativer Corona-Test der Eltern, für die älteren ein eigener Testnachweis.
Spahn stellt Wahlmöglichkeit bei Corona-Impfstoff in Aussicht
20.35 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass es in einigen Monaten bei der Corona-Impfung auch eine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff geben wird. »Dann wird es auch möglich sein, ein Stück Auswahl möglich zu machen«, so wie bei anderen Impfstoffen auch, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend bei einer Online-Diskussion der Friedrich-Naumann-Stiftung. Bei absoluter Knappheit gehe das allerdings nicht. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Impfstofflieferungen im zweiten Quartal deutlich anziehen werden.
Der Gesundheitsminister rechnet nach eigener Aussage damit, dass es in Deutschland mittelfristig eine Debatte über Impfbereitschaft geben wird. »Die Debatte wird sich sehr bald sehr ändern, da bin ich sicher.« Dann werde es um die Frage gehen, ob sich überhaupt genug Menschen impfen ließen in Deutschland.
Tschechien: Mehr als eine Million Corona-Fälle seit Pandemiebeginn
20.05 Uhr: In Tschechien hat die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Corona-Infektionen die Schwelle von einer Million überschritten. Das entspricht fast jedem zehnten Einwohner. Innerhalb von 24 Stunden kamen 9057 neue Fälle hinzu, wie am Mittwoch aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Prag hervorging. Insgesamt starben bislang 16.683 Menschen, die nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert waren. Der EU-Mitgliedstaat hat rund 10,7 Millionen Einwohner.
Besonders angespannt ist die Lage weiter in der westlichen Verwaltungsregion um Karlsbad (Karlovy Vary). Dort war kein einziges Intensivbett mehr für Covid-19-Patienten frei. Innenminister Jan Hamacek kündigte an, dass nun auch Polizeihubschrauber für die Verlegung von Patienten in andere Landesteile genutzt werden sollen. Das Gesundheitssystem sei stark ausgelastet, an Lockerungen oder ein Ende des Notstands sei noch nicht zu denken, sagte der Sozialdemokrat.
Bremens Bürgermeister sieht Corona-Stufenpläne kritisch
19.34 Uhr: Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat in der Corona-Pandemie ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer angemahnt. »Alleingänge bringen uns nicht weiter. Weder epidemiologisch noch wirtschaftlich«, sagte der SPD-Politiker der »Welt«. Stufenpläne zur Lockerung des Lockdowns, wie sie Niedersachsen und Schleswig-Holstein vorgelegt haben, sieht Bovenschulte kritisch: »Sollen wir wirklich alles zum Leben erwecken, wenn eine bestimmte Schwelle unterschritten ist? Nur um dann beim nächsten Anstieg wieder alles runterzufahren? Das wird nicht funktionieren«, meinte der Bremer Regierungschef.
Auf Angebote, Impfstoff in Russland einzukaufen, sollte man nach Bovenschultes Auffassung eingehen: »Offenbar hat der russische Impfstoff eine sehr hohe Wirksamkeit, keine Nebenwirkungen und ist leicht zu lagern«, sagte er in dem Interview. »Wenn die europäische Medizinagentur den Impfstoff zulässt, hätte ich kein Problem damit, ihn auch einzusetzen. Zumal wir ja ohnehin viele verschiedene Impfstoffe benötigen, um Resistenzen zu verhindern.«
Spanien: Zahl der Corona-Todesfälle auf mehr als 60.000 gestiegen
18.54 Uhr: Die Zahl der Corona-Todesfälle in Spanien ist am Mittwoch auf mehr als 60.000 gestiegen. Aus Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid ging hervor, dass innerhalb von 24 Stunden 565 weitere Menschen an oder mit dem Virus starben.
Die Zahl der Infektionsfälle stieg unterdessen um mehr als 31.500. Damit beläuft sich die Zahl der Menschen, die sich in Spanien mit dem neuartigen Coronavirus infizierten, inzwischen auf fast 2,9 Millionen.
Intensivmediziner empört sich über Corona-Leugner: »Wir konnten nur neue Corona-Fälle aufnehmen, weil so viele gestorben waren«
18.19 Uhr: Seit Monaten arbeiten sie an der Belastungsgrenze, daher schlagen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Nürnberger Intensivstation Alarm – per YouTube-Videos. Oberarzt Baumgärtel über die Hintergründe. Lesen Sie hier mehr dazu:
EU-Gesundheitsbehörde sieht nur geringen Mehrwert von FFP2-Masken im Alltag
18.10 Uhr: Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC steht dem zusätzlichen Nutzen von FFP2-Masken im Alltag skeptisch gegenüber. »Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering«, teilte die in Stockholm ansässige Behörde am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.
Das Auftreten von neuen Varianten des Coronavirus mache keine anderen Maskentypen als diejenigen notwendig, die derzeit im Rahmen von nichtpharmazeutischen Maßnahmen im Kampf gegen Corona verwendet würden, ergänzte das ECDC. Die Behörde ist demnach gerade dabei, ein Dokument mit Einschätzungen zum Maskengebrauch im sozialen Umfeld zur Verringerung der Corona-Übertragung zu aktualisieren.
Während es für die einfachen Mund-Nasen-Bedeckungen keine Norm gibt, müssen FFP-Masken bestimmte Bedingungen erfüllen. Sie werden in die drei Kategorien 1 bis 3 eingeteilt, je nachdem, wie viele Aerosole die Masken filtern können. FFP2-Masken müssen mindestens 94 Prozent zurückhalten. Sie haben damit eine höhere Filterwirkung als die sogenannten OP-Masken aus Kunststoff-Vlies. Allerdings schützen sie nur dann wirksam, wenn sie richtig sitzen und rechtzeitig ausgetauscht werden.
Weltwirtschaftsforum findet erst im August statt
17.40 Uhr: Das Weltwirtschaftsforum (WEF) verschiebt sein Jahrestreffen in Singapur erneut. Nach WEF-Angaben soll die Veranstaltung vom 17. bis zum 20. August stattfinden. Die Covid-Ansteckungen in Singapur bewegten sich zwar auf einem geringen Niveau. Mit der Verschiebung berücksichtige der Veranstalter aber internationale Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie Reisebeschränkungen und unterschiedliche Quarantänebestimmungen.
Bisher war das Jahrestreffen für den Zeitraum vom 25. bis zum 28. Mai geplant. Das WEF hatte die Veranstaltung, bei der sich üblicherweise Manager und Spitzenpolitiker im Januar im Schweizer Skiort Davos austauschen, wegen der hohen Coronavirusfallzahlen in der Alpenrepublik in den südostasiatischen Stadtstaat verlegt.
Impfstoffinitiative Covax will im ersten Halbjahr mindestens 330 Millionen Dosen ausliefern
17.22 Uhr: Das von der Weltgesundheitsorganisation WHO angeführte Covax-Programm, das einen weltweit gerechten Zugang zu Corona-Impfstoffen sicherstellen soll, will im ersten Halbjahr 2021 mindestens 330 Millionen Impfdosen austeilen. Damit werden im Schnitt 3,3 Prozent der Gesamtbevölkerung der 145 an dem Programm teilnehmenden Länder abgedeckt, teilte die Impfstoffinitiative mit, die auch von den Partnern Biontech und Pfizer beliefert wird. Mit dem indischen Impfstoffproduzenten Serum Institute kündigte Covax am Mittwoch zudem eine langfristige Liefervereinbarung über 1,1 Milliarden Dosen der Vakzine von AstraZeneca und Novavax an.
Wie sicher schützt der AstraZeneca-Impfstoff gegen Infektionen?
17.17 Uhr: Neue Daten von AstraZeneca und der Uni Oxford machen Hoffnung, dass ihr Corona-Impfstoff nicht nur schwere Krankheitsverläufe verhindert, sondern auch das Infektionsgeschehen bremst. Es bleiben allerdings noch Fragen offen. Lesen Sie hier mehr zum Thema.
Mehr als zehn Millionen Erstimpfungen in Großbritannien verabreicht
17.08 Uhr: In Großbritannien haben inzwischen mehr als zehn Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Mittwoch über Twitter mit. Das Vereinigte Königreich liegt damit weit vor allen anderen Ländern in Europa.
Anders als die EU musste Großbritannien jüngst keine Reduzierung seiner Liefermengen beim heimischen AstraZeneca-Impfstoff hinnehmen. Großbritannien verfolgt zudem eine andere Impfstrategie als viele andere Länder. Dort wird die zweite Impfdosis erst nach bis zu zwölf Monaten verabreicht. Das hat laut neuen Untersuchungen von AstraZeneca aber keine negative Auswirkung auf die Wirksamkeit des Impfstoffs.
Coronavirus kann auch die Bauchspeicheldrüse befallen
16.58 Uhr: Forscher der Uniklinik Ulm haben in einer Studie nachgewiesen, dass bei einer Covid-19-Erkrankung auch die Bauchspeicheldrüse angegriffen werden kann. Die Studienautoren fanden heraus, dass bei »gravierenden Krankheitsverläufen« die Insulin produzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse infiziert werden, wie eine Sprecherin der Universität Ulm mitteilte. Die Untersuchung wurde im Fachblatt »Nature Metabolism« veröffentlicht.
Der Befund der Studie könnte den Autoren zufolge möglicherweise auch eine Erklärung für das Auftreten von Diabetes-ähnlichen Symptomen bei Covid-19-Patienten sein und für die Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels bei an Covid-19 erkrankten Diabetikern.
Mehrheit hat sechs Monate nach Corona-Infektion Antikörper
16.47 Uhr: Fast 90 Prozent der Corona-Infizierten haben sechs Monate nach ihrer Infektion Antikörper gegen das Virus im Körper. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie der UK Biobank, der größten britischen biomedizinischen Datenbank, die am Mittwoch in London veröffentlicht wurde. Bei 88 Prozent der untersuchten Studienteilnehmer hätten nach den vollen sechs Monaten der Untersuchung Antikörper nachgewiesen werden können, nach drei Monaten war dies sogar bei 99 Prozent der Patienten der Fall.
»Obwohl wir nicht sicher sein können, inwieweit dies mit einer Immunität einhergeht, legen die Befunde nahe, dass Menschen für mindestens sechs Monate vor einer erneuten Ansteckung geschützt sein könnten«, sagte Chef-Forscherin Naomi Allen. In weiteren, noch länger als sechs Monate angelegten Untersuchungen wollen die Forscher herausfinden, ob Antikörper auch noch längere Zeit später bei den Probanden festgestellt werden können.
350 Senioren in Hausarztpraxen in Mecklenburg-Vorpommern geimpft
16.30 Uhr: In acht Hausarztpraxen im Landkreis Nordwestmecklenburg sind in den vergangenen zehn Tagen im Rahmen eines Pilotprojekts 350 Bürger gegen das Coronavirus geimpft worden. Das bundesweit derzeit einmalige Modell der Impfversorgung sei »gut angelaufen«, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung. Die Hausarztpraxen fungieren demnach als »Außenstellen« der beiden Impfzentren des Kreises. Sie sollen helfen, über 80-jährigen Einwohnern im Landkreis lange Wege zu den Impfzentren zu ersparen.
Da zwei weitere Praxen kurzfristig ebenfalls Impfungen vornehmen, müsse kein Patient mehr als 15 Kilometer Weg zum Impfen zurücklegen. Die Termine für die Impfungen werden über eine landesweite Hotline vergeben. Die Corona-Impfungen finden nach Angaben des Sprechers außerhalb der Sprechstunden statt. Den Impfstoff liefern die Impfzentren an die Hausarztpraxen.
Tausende demonstrieren in Zagreb gegen Corona-Maßnahmen
16.20 Uhr: In Zagreb haben am Mittwoch mehrere Tausend Menschen gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie demonstriert. Die Teilnehmer der Kundgebung forderten die Öffnung der Gastronomie und anderer Dienstleistungsbereiche, die sich im staatlich verordneten Lockdown befinden. Sie verlangten den Rücktritt von Wirtschaftsminister Tomislav Coric, staatliche Ausfallzahlungen sowie Steuererleichterungen für Unternehmer.
Aufgerufen zu der Demonstration im Zentrum der kroatischen Hauptstadt hatte der Unternehmerverband UGP. Viele Teilnehmer trugen keine Masken, und auch die Mindestabstände wurden nicht eingehalten, berichtete das Portal »jutarnji.hr«. Die Polizei, die mit einem großen Aufgebot vor Ort war, schritt nicht ein.
Schweiz will Corona-Beschränkungen vorerst nicht lockern
16.08 Uhr: Die Schweiz will viele Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auch über die bisher gültige Frist von Ende Februar hinaus fortführen. »Ende Februar ist nicht mit großflächigen Lockerungen zu rechnen«, sagt Gesundheitsminister Alain Berset. Damit wolle die Regierung eine möglichste gute Ausgangslage schaffen für den Frühling. Eine durch die Virusmutationen ausgelöste dritte Welle solle verhindert werden.
Corona-Fallzahlen in Bulgarien steigen wieder – Sofia in roter Zone
16.01 Uhr: In Bulgarien ist die Zahl der Corona-Neuansteckungen seit Wochenbeginn wieder gestiegen. Wie aus dem offiziellen Corona-Portal hervorging, kletterte die Zahl der Neuinfektionen am Dienstag auf 967. Bei einer Bevölkerung von 6,9 Millionen Menschen wurden am Montag 832 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Hauptstadt Sofia liegt nun mit mehr als 120 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen »wieder in der roten Zone«, erläuterte der Chef des regionalen Gesundheitsamtes, Dantscho Pentschew, im Fernsehsender bTV. »Die Situation beginnt, beunruhigend und angespannt zu werden«, meinte er.
Trotz der aktuell zunehmenden Corona-Neuansteckungen ist die Zahl der an Covid-19 Erkrankten am Dienstag landesweit auf insgesamt 20.885 gesunken, da seit Dienstag weitere 1512 Menschen als genesen gelten. Vor einer Woche hatte es noch 26.505 aktive Corona-Fälle gegeben. Seit Beginn der Pandemie starben in dem Balkanland 9178 mit dem Virus infizierte Menschen.
Bei einer seit 27. Dezember 2020 laufenden Aktion wurden bis Dienstag fast 46.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft.
Schweden führt Nachweis von negativem Corona-Test bei Einreise ein
15.47 Uhr: Erwachsene Ausländer müssen bei der Einreise nach Schweden ab Samstag an der Grenze einen negativen Coronatest vorweisen. Dieser dürfe nicht älter als 48 Stunden sein, sagte der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm. Grund dafür seien die neu aufgetretenen Varianten des Coronavirus. Bislang sei schwer einzuschätzen, welche Länder wie stark von den Virusvarianten betroffen seien. Die Maßnahme gilt vorläufig bis zum 31. März.
Wer ab Samstag keinen negativen Test vorweisen könne, komme nicht ins Land, machte Innenminister Mikael Damberg klar. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, etwa bei familiären Angelegenheiten oder für Ausländer, die ihren Wohnsitz in Schweden haben. Auch Kinder und Jugendliche sind von der Anforderung ausgenommen.
Knausern und Zaudern – Der deutsche Geiz ist schuld am Impfdebakel
15.44 Uhr: Zu wenig Impfstoff und zu viele Faxe: In der Pandemie zeigen sich die Folgen der jahrelangen Sparwut in Deutschland. Die schwarze Null wird zum Symbol eines katastrophalen Corona-Versagens. Lesen Sie hier die Kolumne von Sascha Lobo.
Noch keine Zulassung von AstraZeneca-Impfstoff in der Schweiz
15.42 Uhr: In der Schweiz wird der Impfstoff von AstraZeneca vorerst nicht zugelassen. »Die aktuell vorliegenden Daten erlauben noch keinen positiven Nutzen-Risiko-Entscheid«, teilte die Zulassungsbehörde Swissmedic mit. »Für eine abschließende Bewertung müssen von der Gesuchstellerin unter anderem zusätzliche Wirksamkeitsdaten aus einer in Nord- und Südamerika laufenden Phase-III-Studie eingereicht und ausgewertet werden.« Sobald die Ergebnisse vorliegen, könne eine befristete Zulassung im rollenden Verfahren sehr rasch erfolgen, wie es hieß. In der Schweiz sind bislang die Impfstoffe der Hersteller Biontech und Pfizer sowie Moderna zugelassen und ausgeliefert worden.
Das Land hat sich zudem weitere Impfstoffe gesichert: Die Regierung habe mit dem deutschen Pharmaunternehmen Curevac einen Vertrag über die Lieferung von fünf Millionen Impfdosen abgeschlossen. Unter der Voraussetzung, dass die klinischen Tests erfolgreich verliefen und die Behörden die Zulassung erteilten, liefere Curevac voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2021 in die Schweiz. Zudem habe die Schweiz mit Novavax einen Vorvertrag über sechs Millionen Impfdosen unterzeichnet. Mit Moderna sei die Lieferung von weiteren sechs Millionen Dosen vereinbart.
Arbeitslosengeld-II-Empfänger müssen auf FFP2-Masken noch warten
15.36 Uhr: Grundsicherungsempfänger, die auf die angekündigten kostenlosen FFP2-Masken warten, müssen sich noch gedulden. Die Berechtigungsscheine zum Abholen in der Apotheke an insgesamt etwa fünf Millionen Bedürftige wurden von den Krankenkassen bisher nicht verschickt. Dies teilte der Spitzenverband der Gesetzlichen Kassen (GKV) am Mittwoch auf Anfrage mit. »Wann der Versand praktisch starten wird, lässt sich noch nicht sagen«, sagte Verbandssprecher Florian Lanz der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor müssten noch wichtige Fragen geklärt werden.
Der Verband verwies darauf, dass die notwendige Änderung der sogenannten Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung von der Regierung noch beschlossen werden müsse. »Beispielsweise benötigen die Krankenkassen die Druckvorlage für das Schreiben der Bundesregierung, welches als Berechtigungsschein verschickt werden soll«, sagte Lanz. Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums sagte, die Verordnung sei in Arbeit. Zu Details werde man sich später äußern.
Sozialminister Hubertus Heil (SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatten vergangene Woche angekündigt, dass etwa fünf Millionen Bezieher von Grundsicherung je zehn kostenlose FFP2-Masken erhalten sollen. Mit einem Schreiben ihrer Krankenversicherung und einem Ausweisdokument sollen die Masken in der Apotheke abgeholt werden können.
In einem der dpa vorliegenden Brief Spahns und Heils an die Mitglieder der Bundestagsfraktionen von Union und SPD vom Dienstag heißt es, die Betroffenen würden das Schreiben »zeitnah« von ihren Krankenkassen bekommen. Die Verordnung dazu werde bis Ende dieser Woche im Bundesanzeiger veröffentlicht. In der Regel treten Verordnungen dann oder einen Tag später in Kraft.
AstraZeneca-Impfstoff könnte Virusverbreitung verringern
15.10 Uhr: Der Impfstoff des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford soll ersten Erkenntnissen zufolge auch vor Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 schützen. PCR-Tests bei einer zufälligen Stichprobe aus entsprechend Geimpften in Großbritannien hätten gezeigt, dass der Impfstoff das Risiko für eine Infektion um rund 67 Prozent verringere, sagte AstraZeneca-Forschungschef Mene Pangalos am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Zuvor war nur die Wirkung gegen eine Covid-19-Erkrankung festgestellt worden.
Die genannte Zahl bezieht sich auf jene, die zunächst mit einer halben Impfdosis und anschließend mit einer vollen geimpft wurden. Unter Getesteten, die zwei volle Dosen erhalten haben, konnte hingegen lediglich eine Verringerung der Wirksamkeit um knapp 50 Prozent festgestellt werden. »Selbst 50 Prozent sind eine signifikante Verringerung«, sagte Pangalos.
Laut Andrew Pollard von der Universität Oxford könnte die Differenz an der unterschiedlichen Zusammensetzung der relativ kleinen Stichproben liegen. »Dazu müssen wir noch weitere Analysen anstellen«, räumte Pollard ein. Doug Brown von der British Society for Immunology sagte der »New York Times«, obwohl ein guter Infektionsschutz eine »äußerst willkommene Nachricht wäre, benötigen wir weitere Daten, bevor dies bestätigt werden kann«.
Corona-Finanzierung: Dieses Tafelsilber könnte Altmaier noch verscherbeln
15.00 Uhr: Soll der Staat Unternehmensbeteiligungen verkaufen, um die hohen Pandemiekosten zu finanzieren? Ein Blick auf Bahn, Post, Telekom und Co. zeigt, dass es sich wohl längst nicht überall lohnt. Lesen Sie hier mehr dazu.
Corona-Fall im Vorfeld der Australian Open: Bis zu 600 Personen müssen in Isolation
14.40 Uhr: Die Australian Open sollten zu einem Turnier ohne Corona werden. Diese Hoffnung ist schon vor dem Turnierstart dahin, ein Hotelmitarbeiter soll sich infiziert haben. Die Anzahl der betroffenen Spieler ist unklar. Lesen Sie hier mehr dazu.
Ministerpräsident Weil hält Einsatz von Corona-Spürhunden an Flughäfen für denkbar
14.11 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kann sich vorstellen, kleinere Veranstaltungen oder Restaurantbesuche mithilfe von speziell trainierten Spürhunden sicherer gegen das Virus zu machen. »Es ist ein hochinteressantes Mittel, Menschen nach und nach zu kontrollieren«, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch. Auf Flughäfen oder an Grenzübergängen sei es vorstellbar, bei Großveranstaltungen aus seiner Sicht weniger. Weil informierte sich an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover über Einsatzmöglichkeiten von Corona-Spürhunden.
Im Sommer 2020 hatte ein Forscherteam unter Leitung der Hochschule eine Studie veröffentlicht, für die Spürhunde der Bundeswehr auf Sars-CoV-2 trainiert worden waren. Nach achttägigem Training konnten die Hunde demnach von 1012 Speichel- oder Atemwegssekret-Proben 94 Prozent korrekt identifizieren.
Es sei die erste Studie überhaupt, weitere seien eingereicht, erklärte Holger Volk, der Leiter der Klinik für Kleintiere. Das Virus gebe keinen Geruch ab, verändere aber den Stoffwechsel befallener menschlicher Zellen. Die dann abgegebenen Stoffe könne der Hund riechen. Etwa in Helsinki und Dubai kommen Corona-Spürhunde schon am Flughafen zum Einsatz
Spahn: Gespräche über Sputnik-V-Produktion in Europa
13.37 Uhr: Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt es Überlegungen zur Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V in Europa. Bei Gesprächen mit der russischen Seite habe es die Bitte gegeben, zu schauen, ob es in Deutschland oder Europa Produktionskapazitäten geben könne, sagte Spahn am Mittwoch bei einer Online-Konferenz von »Tagesspiegel«, »Zeit«, »Handelsblatt« und »Wirtschaftswoche«. »Wir können ja auch Unterstützung geben für die Produktion eines Impfstoffs, der in Europa noch gar nicht oder gar nicht zugelassen ist.« Da sei man vermittelnd tätig.
Der Gesundheitsminister sagte, er freue sich über jeden Impfstoff, der Wirksamkeit zeige, sicher sei und einen Unterschied machen könne. »In welchem Umfang das bei Sputnik V der Fall ist, muss jetzt einfach auch die Zulassungsbehörde sich anschauen.« Es gebe Kontakt, und das Verfahren zur Zulassung beginne formal bei der Europäischen Arzneimittelbehörde Ema. Nach Angaben aus Moskau war dort ein entsprechender Antrag im Januar eingereicht worden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am Dienstag in der ARD-Sendung »Farbe bekennen« grundsätzlich offen für den Einsatz des russischen Impfstoffs auch in Deutschland gezeigt. Jeder Impfstoff sei in der EU willkommen, aber zugelassen werde er nur, wenn er der Ema die notwendigen Daten vorlege. Merkel hat nach eigenen Angaben über das Thema auch mit Russlands Präsident Wladimir Putin gesprochen. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich nach Angaben aus Parlamentskreisen offen für eine mögliche Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs in der EU gezeigt (lesen Sie mehr dazu unter dem Eintrag von 02.35 Uhr).
Auto-Neuzulassungen brechen im Januar um fast ein Drittel ein
13.24 Uhr: In Deutschland sind im ersten Monat des neuen Jahres 169.754 Autos neu zugelassen worden. Das waren rund 31 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Mittwoch mitteilte. Zum einen seien die Autohäuser in der Coronakrise weiterhin geschlossen, hieß es vom Verband der Automobilindustrie (VDA) zur Begründung. Darüber hinaus sei zum Jahreswechsel die für ein halbes Jahr geltende Mehrwertsteuersenkung ausgelaufen, mit der der Bund Kaufanreize setzen wollte. Viele Verbraucher hätten deshalb noch im Dezember zum reduzierten Preis ein neues Auto gekauft. Diese Käufer fehlten dann im Januar.
Ungebrochen blieb hingegen der Trend zum Elektroauto. Laut KBA wurden im Januar 16 315 Neuwagen mit Elektroantrieb zugelassen. Das waren fast 118 Prozent mehr als im Januar des Vorjahres. Somit handelte es sich bei fast jeder zehnten Neuzulassung um ein Elektrofahrzeug.
Der deutsche Automarkt war im ersten Jahr der Coronakrise um rund 19 Prozent eingebrochen. VDA-Präsidentin Hildgard Müller geht für 2021 vor allem ab dem zweiten Halbjahr von einer Verbesserung aus. Um 8 Prozent soll der Markt demnach wachsen mit rund 3,15 Millionen Neuzulassungen. Vom Vorkrisen-Niveau wären solche Zahlen allerdings weit entfernt. Im Jahr 2019 hatte es starke 3,6 Millionen Neuzulassungen gegeben. 2020 waren es hingegen lediglich 2,9 Millionen.
Bundesregierung: Corona-Impfung wird freiwillig bleiben
13.20 Uhr: Impfungen gegen das Coronavirus bleiben laut Regierungssprecher Steffen Seibert freiwillig. »Wir hoffen auf eine hohe Beteiligung«, sagt er. Bislang seien 2,5 Millionen Menschen in Deutschland geimpft worden, bis zum Ende des Sommers solle jeder Bürger die Möglichkeit gehabt haben, sich impfen zu lassen. Kanzlerin Angela Merkel hatte am Dienstagabend in einem Interview gesagt, im Jahresverlauf werde sich die Frage stellen, ob Nicht-Geimpfte bestimmte Dinge nicht machen dürften, die für Geimpfte dann wieder möglich seien.
Schlechter Scherz: Coca-Cola »positiv« auf Corona getestet – Apotheker droht Klage
13.15 Uhr: Weil er eine Coca-Cola-Probe positiv auf das Coronavirus testete, droht einem französischen Apotheker ein juristisches Nachspiel: Der Hersteller des Antigen-Schnelltests, das Pariser Unternehmen AAZ, erstattete Anzeige gegen den Mann. Der Apotheker hatte ein Video mit dem positiven Testergebnis in Online-Netzwerken gepostet. Allein auf Facebook wurde der Film mehr als 40.000 Mal geteilt.
»Wir haben uns mit Freunden einen Scherz erlaubt«, sagte der Apotheker, der seinen Namen nicht nennen will, der Nachrichtenagentur AFP. Er habe nicht mit einer so großen Wirkung gerechnet. »Sogar Verschwörungstheoretiker haben mein Video geteilt«, sagte er. »Dabei bekämpfe ich sie, und nun bin ich ihr Kronzeuge, das ist grauenhaft.«
Die Hersteller solcher Corona-Tests weisen darauf hin, dass sie nicht für Nahrungsmittel ausgelegt sind und falsche positive Ergebnisse deshalb keinerlei Aussagekraft haben. In Europa verbreiten sich seit Wochen ähnliche Videos, in denen Getränke oder Lebensmittel »positiv« auf Corona getestet werden.
Der französische Testhersteller AAZ sieht in dem Scherz »eine gezielte Gefährdung des Lebens anderer«, wie es in der Anzeige heißt. Zudem klagt er wegen der »Verbreitung von Fake News«. Die Staatsanwaltschaft des Pariser Vororts Nanterre prüft die Klage nach eigenen Angaben noch.
Bedrohung durch Fluchtmutanten: Der Kampf zwischen Mensch und Virus erreicht ein neues Stadium
13.00 Uhr: Können wir die Pandemie durch Impfungen besiegen? Wissenschaftler warnen: Zunehmende Immunität zwingt das Coronavirus zu Veränderungen – die Zahl sogenannter Fluchtmutanten wie in Südafrika könnte steigen. Lesen Sie hier mehr dazu:
Dänemark arbeitet an digitalem Corona-Pass mit Impfnachweis
12.55: Dänemark will einen digitalen Ausweis mit Corona-Impfdaten entwickeln. Mit dem sogenannten Corona-Pass sollen die Däninnen und Dänen auf Dienstreisen und weiteren Reisen im Ausland künftig dokumentieren können, dass sie gegen Covid-19 geimpft worden sind. Das teilte das dänische Finanzministerium mit.
Ein erster Schritt soll sein, dass man ab Ende Februar erstmals seinen Impfstatus auf der dänischen Online-Gesundheitsplattform einsehen kann. Die Entwicklung und vollständige Umsetzung des Corona-Passes inklusive App wird allerdings noch drei bis vier Monate dauern. Die Hoffnung ist, dass der Pass später auch bei der Öffnung des Kultur- und Geschäftslebens in Dänemark helfen kann.
Von der Leyen wirbt für strategisches Vorgehen bei Impfkampagnen
12.50 Uhr: Der holprige Anlauf der Impfkampagne in der EU hat die Schwächen der EU bei der Pandemie-Bekämpfung zutage gefördert. Wenn es nach Kommissionspräsidentin von der Leyen geht, soll das nicht noch einmal passieren. Lesen Sie hier mehr dazu.
England: Hunderte Impfdosen wegen Stromproblemen unbrauchbar
12.37 Uhr: Wegen Stromproblemen eines Kühlschranks sind in England einem Bericht zufolge mehrere Hundert Dosen des Biontech-Impfstoffes entsorgt worden. Rund 450 Dosen der Vakzine hätten im Januar aufgrund von »strombedingten Problemen« in einem Impfzentrum im englischen Rotherham entsorgt werden müssen, nachdem der Kühlschrank über Nacht keine durchgängige Stromversorgung gehabt habe, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Mitarbeiter hätten dies entdeckt, als sie am Morgen die Temperatur des Kühlschranks prüfen wollten.
Der Impfstoff von Biontech und Pfizer muss – anders als etwa das Präparat von AstraZeneca – in speziellen Kühlschränken bei minus 70 Grad Celsius aufbewahrt werden, um sich länger zu halten. Für einige Tage hält er sich jedoch auch bei normalen Kühlschranktemperaturen.
Finanzminister Scholz: »Wir werden weniger Einnahmen haben auf Dauer«
12.12 Uhr: Angesichts der Coronakrise fordert Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz dazu auf, sich Klarheit über die finanzielle Situation zu verschaffen. »Einige haben sich vorgestellt, alles wird wieder, wie es vorher war. Das ist aber nicht der Fall. Wir werden weniger Einnahmen haben auf Dauer«, sagte Scholz im ARD-»Morgenmagazin«. »Selbst wenn alles gut läuft, und dafür spricht einiges in der wirtschaftlichen Entwicklung: Wir werden nicht mehr die Einnahmen haben, die wir 2019 prognostizieren konnten.«
Scholz wollte sich jedoch nicht festlegen, ob die Schuldenbremse wegen der Coronakrise auch im nächsten Jahr noch ausgesetzt werden sollte. Vergangene Woche hatte CDU-Kanzleramtschef Helge Braun eine Debatte in Gang gesetzt, wie es mit der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse weitergehen soll. Lesen Sie hier mehr zum Thema.
Solidaritätsaufruf an reiche Länder im Patentstreit über Corona-Mittel
12.05 Uhr: Im Streit über Patente auf Corona-Impfstoffe und -medikamente hat die Hilfsorganisation »Ärzte ohne Grenzen« einen Appell an reiche Länder gerichtet. Sie blockieren einen Vorstoß Indiens und Südafrikas in der Welthandelsorganisation (WTO), die Patente vorübergehend aufzuheben, damit Fabriken in aller Welt Impfstoffe und Medikamente herstellen können. Vertreter der 164 WTO-Länder diskutieren am Donnerstag erneut über diesen Antrag.
»Ziel der Aussetzung der Patente ist es, Menschenleben über Profite zu stellen«, sagte Khosi Mavuso von »Ärzte ohne Grenzen«. »Wir haben Sorge, dass die Pandemie ohne gleichwertigen und bezahlbaren Zugang zu Corona-Mitteln für alle länger dauern wird.« Darunter litten nicht nur Covid-19-Kranke, sondern die Überforderung der Gesundheitssysteme in vielen Ländern führe zu weiteren, zusätzlichen Todesfällen.
Unter anderem haben sich die EU, die USA. Großbritannien und die Schweiz gegen eine Aussetzung der Patente ausgesprochen.
Junge-Union-Chef Kuban gegen Sonderrechte für Geimpfte
12.03 Uhr: Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, hat sich gegen eine frühere Aufhebung der Corona-Regeln für Geimpfte ausgesprochen. »Was natürlich nicht sein kann, um das ein bisschen flapsig zu sagen, ist, dass im Sommer die Rentner am Strand liegen, aber die junge Generation weiterhin zu Hause sitzt und sich noch mit einer Person treffen darf. Da wird man am Ende keine Akzeptanz für bekommen«, sagte der CDU-Politiker dem Politikjournal »Rundblick Niedersachsen«. Gerade die jungen Menschen schränkten sich derzeit erheblich ein, obwohl es in dieser Generation weniger schwere Corona-Verläufe gebe. Die große Mehrheit der Jüngeren halte sich dabei an die Regeln.
Israel weitet Impfkampagne aus: Jeder über 16 kann sich impfen lassen
11.53 Uhr: In Israel kann sich von Donnerstag an jeder Bürger im Alter über 16 Jahre gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch mit, die Krankenkassen hätten eine entsprechende Anweisung erhalten. Auch Bürger unter 35, die bisher ausgenommen waren, können nun Impftermine ausmachen. Die Krankenkassen seien jedoch weiter angehalten, ihre Bemühungen auf über 50-Jährige sowie nicht mobile Menschen zu konzentrieren.
Zuletzt war die Impfbereitschaft in Israel deutlich gesunken, wie die Krankenkassen Meuhedet und Maccabi bestätigten. Während die täglichen Impfzahlen im vergangenen Monat häufig über 200.000 lagen, waren es in den letzten Tagen nur noch über 100.000. Dies wird auch als Grund für die Öffnung der Impfkampagne für alle Bürger vermutet.
Seit Beginn der Impfkampagne in Israel am 19. Dezember haben mehr als 3,2 Millionen Menschen im Land die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das ist ein Drittel der Bevölkerung. Rund 1,8 Millionen Israelis sind bereits zweimal geimpft worden. Gleichzeitig bleiben die Infektionszahlen in dem kleinen Mittelmeerland sehr hoch, auch weil sich Teile der Bevölkerung nicht an die Lockdown-Maßnahmen und Abstandsregeln halten.
Eventim will offenbar Impfausweise vor Konzerten überprüfen
11.46: Der bekannte Ticketverkäufer CTS Eventim will die Teilnahme an Konzerten und Veranstaltungen von einer Corona-Impfung abhängig machen. Die Systeme sollen auch Impfausweise lesen können. Lesen Sie hier mehr dazu.
Über die Hälfte der Ukrainer hat Corona-Antikörper
11.42: Nach Auswertung von Test auf Antikörper haben bereits mehr Ukrainer eine Corona-Infektion gehabt als in der offiziellen Statistik angegeben sind. Demnach sollen bereits über die Hälfte der Menschen in dem Land Corona-Antikörper haben.
Bei den Tests im Januar 2021 wurde je nach Region bei 44 bis 60 Prozent der Menschen eine gewisse Immunität festgestellt, wie die Laborkette Sinewo mitteilte. Im Oktober habe der Wert noch bei 33 und im Juli bei nur 9 Prozent gelegen. Von Mai 2020 bis Ende Januar 2021 seien mehr als 140.000 Antikörpertests gemacht worden. Es ist noch nicht klar, wie lange Antikörper in einem Infizierten erhalten bleiben.
In der Ukraine mit etwa 41,5 Millionen Einwohnern haben sich seit vorigem März nach offiziellen Zahlen mehr als 1,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Über 23.000 Menschen starben mit dem Virus.
Dänemark arbeitet an digitalem Corona-Pass mit Impfnachweis
11.16: Dänemark will einen digitalen Ausweis mit Corona-Impfdaten entwickeln. Mit dem sogenannten Corona-Pass sollen die Däninnen und Dänen auf Dienstreisen und weiteren Reisen im Ausland künftig dokumentieren können, dass sie gegen Covid-19 geimpft worden sind. Das teilte das dänische Finanzministerium mit.
Ein erster Schritt soll sein, dass man ab Ende Februar erstmals seinen Impfstatus auf der dänischen Online-Gesundheitsplattform einsehen kann. Die Entwicklung und vollständige Umsetzung des Corona-Passes inklusive App wird allerdings noch drei bis vier Monate dauern. Die Hoffnung ist, dass der Pass später auch bei der Öffnung des Kultur- und Geschäftslebens in Dänemark helfen kann.
Eisenach: Stadträte der AfD und NPD missachten Corona-Regeln – Sitzung vertagt
11.10 Uhr: Die Sitzung des Eisenacher Stadtrats am Dienstag musste abgebrochen werden, nachdem sich die acht Stadtratsmitglieder der AfD und NPD an ihrem Sitzplatz den Mund-Nasen-Schutz abgenommen und sich geweigert hatten, diesen wieder aufzusetzen. Das berichtet der MDR. Auch auf der Zuschauertribüne trugen demnach gut zehn Personen keine Maske.
Die Stadtratsvorsitzende Susanne Köhler (SPD) und Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) hatten die acht Stadtratsmitglieder dazu aufgefordert, sich an die geltende Corona-Verordnung zu halten. Schließlich habe der Stadtrat mehrheitlich beschlossen, die acht Mitglieder von der Sitzung auszuschließen.
Die AfD-Fraktion verließ daraufhin mit einigen Zuschauern die Sporthalle, in der der Stadtrat aufgrund der Pandemie derzeit tagt. Die NPD-Fraktion blieb sitzen, ebenso der Großteil der Gäste. Der Stadtrat ließ die Sitzung vertagen.
Wolf sprach von einem »politischen Schmierentheater«. Der stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Thüringen, Raymond Walk, schrieb auf Twitter von der Gefährdung der Demokratie. Die Stadt erwägt laut MDR eine Anzeige gegen die NPD-Stadträte.
Gericht untersagt Abschiebung nach Afghanistan wegen Coronakrise
11.00: Aufgrund der Verelendung durch die Corona-Pandemie dürfen auch gesunde Männer im arbeitsfähigen Alter laut einer Gerichtsentscheidung nur unter besonderen Umständen nach Afghanistan abgeschoben werden. Das entschied der Verwaltungsgerichtshof des Landes Baden-Württemberg. Er gab der Klage eines abgelehnten Asylbewerbers recht.
Laut Gericht darf auch ein arbeitsfähiger, alleinstehender und völlig gesunder erwachsener Mann derzeit nicht nach Afghanistan abgeschoben werden, »weil es ihm dort angesichts der gravierenden Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen infolge der Covid-19-Pandemie voraussichtlich nicht gelingen wird, auf legalem Wege seine elementarsten Bedürfnisse nach Nahrung, Unterkunft und Hygiene zu befriedigen«. Insofern gelte ein nationales Abschiebeverbot für das Land. Eine Revision ließ das Gericht nicht zu. Dagegen können die Beteiligten aber noch beim Bundesverwaltungsgericht vorgehen.
Bundeswehr startet Hilfe für Portugal in zweiter Coronawelle
10.57 Uhr: Die Bundeswehr startet ihren Hilfseinsatz für das derzeit besonders stark von der Corona-Pandemie betroffene Portugal. Vor dem Abflug des 26-köpfigen Hilfsteams vom Fliegerhorst Wunstorf aus nach Lissabon am Mittwochvormittag bezeichnete der Inspekteur des Sanitätsdienstes, Generaloberstabsarzt Ulrich Baumgärtner, den Einsatz als »Zeichen für die europäische Solidarität«. »Ein Volk allein kann das nicht bewältigen, wir müssen zusammenstehen«, sagte Baumgärtner.
Mit Blick auf die Ausbreitung der Pandemie in Portugal sprach Baumgärtner von einer »unvergleichlich schwierigeren« Lage als in Deutschland. »Die Krankenhäuser laufen über. Deshalb werden wir dort gebraucht.« Deshalb entsende die Bundeswehr neben einem achtköpfigen Ärzteteam insbesondere Pflegefachkräfte.
Der Airbus A400M der Luftwaffe wird nach Ministeriumsangaben zahlreiche Medizingeräte und Medizinprodukte transportieren, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung gestellt werden. Hierzu zählen bislang unter anderem 40 mobile sowie zehn stationäre Beatmungsgeräte, einschließlich erforderlichem Verbrauchsmaterial, 150 Infusionsgeräte sowie 150 Krankenbetten.
Nach Hilfseinsätzen in Italien, Frankreich und Tschechien während der ersten Coronawelle folgt nun Hilfe für Portugal, dem aktuell am schwersten von der Pandemie betroffenen Land in Europa.
Bundeswehr-Kontingent für Corona-Einsatz wird auf 25.000 vergrößert
10.52 Uhr: Die Bundeswehr hält nun 25.000 Soldaten für Hilfseinsätze in der Corona-Pandemie bereit. Damit seien zusätzlich 5000 Männer und Frauen bereit zur Unterstützung von Ländern und Kommunen, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer habe das Bundeskabinett über den Schritt berichtet. Es würden auch mehr Reservisten einberufen. Bisher habe es mehr als 3.900 Anfragen wegen Amtshilfe gegeben. Aktuell seien 17.600 Soldaten im Einsatz. »Es fordern jetzt mehr Landkreise und Kommunen die Hilfe der Bundeswehr besonders für Tests in Alten- und Pflegeheimen an«, erklärte die Ministerin dazu.
Kölner CSD auf September verschoben
10.51: Wegen der Corona-Pandemie sind die diesjährige Cologne Pride und der Kölner Christopher Street Day (CSD) um zwei Monate nach hinten verschoben worden. Aufgrund der »nur sehr schwer einzuschätzenden Lage« solle das zweiwöchige Programm für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transmenschen nun vom 21. August bis zum 5. September stattfinden, teilte der Veranstalter am Mittwoch mit. Der CSD als Höhepunkt der Cologne Pride wurde auf den 5. September verschoben.
Der Rahmen für die Cologne Pride werde in »engem Kontakt« zu den Behörden und unter Berücksichtigung »aller dann geltenden« Auflagen festgelegt. Ursprünglich war die Veranstaltung für Anfang Juli geplant.
Erneut massive technische Probleme bei Impfterminvergabe in Hessen
10.40 Uhr: Auch das zweite Anmeldeverfahren für die Vergabe von Corona-Impfterminen für Senioren über 80 Jahre in Hessen wird von massiven technischen Problemen begleitet. Die Internetseite für die Terminbuchung ließ sich am Mittwochmorgen nicht öffnen. Laut Mitarbeitern der Telefon-Hotline könnten derzeit keine Termine vergeben werden.
Bereits bei der ersten Impfanmeldung für die Bevölkerungsgruppe der über 80-Jährigen, bei der zunächst nur 60.000 Termine für die Corona-Schutzimpfung vergeben wurden, hatte es in Hessen wegen hoher Nachfrage massive technische Störungen gegeben. Bis zum Schluss mussten die Senioren und ihre Angehörigen teils über Stunden warten, bis sie sich registrieren oder für einen Termin anmelden konnten. Nun soll die Terminvergabe für die Menschen im Alter von über 80 Jahren nicht limitiert sein.
Das hessische Innenministerium schreibt in einer Stellungnahme, die Systeme für die Vergabe der Impftermine liefen stabil. Nur bei etwa fünf Prozent der Anrufer habe es Fehlermeldungen gegeben. Die Probleme seien aber mittlerweile behoben.
Prüfungsphase in der Corona-Pandemie: Tastaturen raus, Onlineklausur
10.30 Uhr: Als ob die Prüfungsphase nicht anstrengend genug wäre, müssen sich Studierende jetzt auch noch an Onlineklausuren gewöhnen. Doch keine Panik: Mit der richtigen Vorbereitung können die sogar Vorteile haben. Lesen Sie hier den Gastbeitrag von Tim Reichel.
Mexiko erteilt Notfallzulassung für russischen Corona-Impfstoff Sputnik V
10.04 Uhr: Mexiko hat eine Notfallzulassung für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V erteilt. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hatte bereits vergangene Woche in einem Telefongespräch mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin die Lieferung von 24 Millionen Dosen des Vakzins vereinbart. Mexiko ist eines der weltweit am stärksten von der Pandemie getroffenen Länder.
Die Notfallzulassung von Sputnik V erfolgte kurz nach der Veröffentlichung einer neuen Studie zur Wirksamkeit des Mittels. Laut der von der britischen Fachzeitschrift »The Lancet« veröffentlichten Untersuchung schützte das Vakzin in der dritten und letzten Phase der klinischen Studien 91,6 Prozent der Probanden vor einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung. Nach Angaben der Autoren wurde der Impfstoff von den Studienteilnehmern zudem gut vertragen.
Drosten warnt vor zu frühen Lockerungen der Corona-Beschränkungen
10.04 Uhr: Eine Woche vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie hat der Virologe Christian Drosten erneut eindringlich vor zu frühen Lockerungen der geltenden Beschränkungen gewarnt. »Für die Zeit bis Ostern können wir noch nicht viel an Bevölkerungsschutz durch die Impfung erwarten«, sagte der Charité-Wissenschaftler im Podcast »Coronavirus-Update« bei NDR-Info.
Drosten sagte, auch wenn durch die Impfungen die Sterblichkeit sinke, bleibe das Verringern der Fallzahlen für ihn essenziell. Wo und wie schnell man lockere, müsse man genau prüfen. Am 10. Februar wollen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten darüber entscheiden, ob der zunächst bis 14. Februar befristete Lockdown verlängert wird.
Polizei schließt Fake-Marken-Shop
09.56 Uhr: Ein illegal betriebenes Bekleidungsgeschäft mit gefälschter Markenware, das im Lockdown geöffnet hatte, ist von der Polizei in Dortmund dicht gemacht worden. Wie die Behörde berichtete, hatten die Beamten am Montag den Hinweis auf den Laden mit »regem Publikumsverkehr« bekommen.
Vor der verschlossenen Tür lagen bereits »diverse Etiketten von Bekleidungsartikeln bekannter Designer«. Der Mieter war nicht da – dafür aber drinnen zwölf Kunden. »In ihren Händen Einkaufstüten mit bereits bezahlter Ware sowie Kleidung, die sie soeben anprobierten«, so die Polizei.
Wie sich herausstellte, waren die Anziehsachen in dem 50-Quadratmeter-Laden alle Plagiate. Die Polizei stellte alles sicher und ermittelt gegen den Betreiber des Geschäftes jetzt wegen des Verdachts der Steuerhehlerei und des Verstoßes gegen das Markenschutzgesetz.
Rund 16.500 Neuinfektionen in Russland – Abwärtstrend hält an
09.49 Uhr: Russland verzeichnet mit 16.474 neuen Corona-Fällen eine Fortdauer des Abwärtstrends. Am 25. Januar war die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen erstmals seit mehr als zwei Monaten unter die Schwelle von 20.000 gefallen. Zudem melden die Behörden 526 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Insgesamt sind nun in Russland mehr als 3,901 Millionen Ansteckungen bestätigt – die viertmeisten weltweit – und 74.684 Todesfälle registriert.
Mehr als 110.000 neue Corona-Fälle an einem Tag in den USA
09.31 Uhr: In den USA geht die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Mit 110.679 neuen Fällen am Dienstag meldeten die Behörden rund 36.000 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 300.282 neuen Fällen gemeldet.
Angesichts der Ausbreitung von mutierten Varianten des Coronavirus im Land warnen einige Experten wie der Epidemiologe Michael Osterholm jedoch vor einer möglichen neuen Welle. Am Dienstag verzeichneten die Behörden zudem 3389 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion. Der bisherige Höchstwert wurde am 12. Januar mit 4466 Toten registriert.
Nach einem zunächst schleppenden Start der Corona-Impfkampagne vermeldete die neue Regierung unter Präsident Joe Biden zuletzt Fortschritte. Bislang wurden landesweit rund 52,6 Millionen Dosen ausgeliefert, von denen mehr als 32,7 Millionen verabreicht wurden, wie Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC zeigen. Darunter sind demnach sechs Millionen Menschen, die inzwischen schon die beiden nötigen Impfungen bekommen haben.
Kampf gegen Coronakrise: Der wahre Wumms kommt vom Kinderbonus
09.27 Uhr: Zwanzig Milliarden kostete es den Staat, die Mehrwertsteuer zu senken. Doch im Kampf gegen die Coronakrise war eine andere Maßnahme viel effektiver: zusätzliches Kindergeld.
Uni Oxford: Impfstoffe schützen wohl auch bei Mutanten vor schweren Erkrankungen
09.21 Uhr: Corona-Vakzine dürften dem Impfstoffchef der Universität Oxford zufolge wohl auch bei infektiöseren Virusmutationen vor schweren Erkrankungen schützen. Das Virus könne durch Veränderungen womöglich menschliche Immunreaktionen umgehen, sodass es weiterhin übertragen werden könne, sagt Experte Andrew Pollard auf die Frage nach der Wirksamkeit des Impfstoffes, der von der Universität Oxford gemeinsam mit dem britischen Pharmakonzern AstraZeneca entwickelt wurde, gegen Virusmutanten. »Das bedeutet also, dass es wahrscheinlich ist, dass das Virus im Laufe der Zeit Wege finden wird, sich so anzupassen, dass es weiterhin zwischen Menschen übertragen werden kann«, sagt er BBC TV. »Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht immer noch einen Schutz gegen schwere Krankheiten haben werden.« Es gehe viel mehr darum, dass das Virus in der Lage sei, weiterhin zu überleben, als dass es Schaden zufügen könne.
Impfstart im Westjordanland – Infektionszahlen in Israel weiter hoch
09.15 Uhr: Nach einer Lieferung von Corona-Impfstoff aus Israel hat die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) mit der Impfung von medizinischem Personal begonnen. Als Erste bekam Gesundheitsministerin Mai Al-Kaileh am Dienstagabend eine Spritze verabreicht. Israel hatte der Behörde am Montag in einem ersten Schritt 2000 Dosen des Impfstoffs des Herstellers Moderna übergeben. Am Mittwoch sollte ein Teil davon in den Gazastreifen geliefert werden.
Die Infektions- und Totenzahlen waren zuletzt im Westjordanland und im Gazastreifen zurückgegangen, auch dank harter Restriktionen. Im Westjordanland leben etwa vier Millionen Menschen, im Gazastreifen rund 2,3 Millionen.
In Israel erhielten bereits mehr als 3,2 Millionen Menschen die erste und fast 1,9 Millionen auch die zweite Impfdosis. Die Infektionszahlen sind dennoch sehr hoch. Binnen 24 Stunden wurden 7919 Neuinfektionen verzeichnet, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Auch die Lage in den Krankenhäusern blieb mit 1074 Schwerkranken sehr angespannt. Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neunmal so viele Menschen wie in Israel. Hier wurden zuletzt 9705 Neuinfektionen registriert.
Bis Freitag gilt in dem Neun-Millionen-Einwohner-Land ein Lockdown. Die Regierung macht für die hohen Infektionszahlen vor allem Mutationen verantwortlich, vielfach werden aber auch Lockdown-Regeln nicht befolgt und durchgesetzt. Am Mittwoch wollte die Regierung über eine Verlängerung von Maßnahmen, aber auch über teilweise Lockerungen beraten.
150-Millionen-Kooperation von Curevac und GSK
08.45 Uhr: Erst Anfang der Woche verkündete Curevac eine umfassende Kooperation mit Bayer, nun will das Tübinger Biotech-Unternehmen bei der Entwicklung der Corona-Vakzine auch umfassender mit Glaxo-Smith-Kline (GSK) zusammenarbeiten.
Die beiden Firmen wollen laut einer Mitteilung einen Impfstoff-Kandidaten entwickeln, der auch gegen aufkommende Virus-Mutationen helfen soll. Er könnte 2022 entwickelt sein. GSK habe sich zudem bereit erklärt, Curevac bei der Herstellung von bis zu 100 Millionen Dosen des Impfstoffs der ersten Generation zu unterstützen, der sich ebenfalls noch in der Entwicklung befindet. Insgesamt soll die Kooperation 150 Millionen Euro ausmachen.
Bayer-Vorstand Stefan Oelrich und Curevac-Chef Franz-Werner Haas hatten erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben, dass Bayer in einem Werk in Wuppertal schon bald ebenfalls in großem Stil Curevac-Impfstoff produzieren wolle.
WHO-Experten besuchen Labor in Wuhan
08.00 Uhr: Internationale Experten haben in der chinesischen Stadt Wuhan ein Forschungszentrum besucht, das im Mittelpunkt von Spekulationen über den Ursprung des Coronavirus steht. Ex-US-Präsident Donald Trump hatte gemutmaßt, dass das Virus aus diesem Labor stammen könnte. Es forscht mit Coronaviren von Fledermäusen, die als Ursprung für die Pandemie verdächtigt werden. So war spekuliert worden, dass das Virus vielleicht auch aus dem Labor entwichen sein könnte, was die chinesische Seite jedoch bestritt. In Wuhan war Ende 2019 der weltweit erste Infektionsherd des Coronavirus festgestellt worden, an dem inzwischen mehr als 2,2 Millionen weltweit starben. Die Experten der internationalen Gesundheitsorganisation WHO waren vor zwei Wochen in Wuhan gelandet, mussten aber zunächst in Quarantäne.
FDP und AfD kritisieren Impfaussagen von Merkel
07.55 Uhr: Nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist bei der Impfstoff-Bestellung durch die EU »im Großen und Ganzen nichts schiefgelaufen«. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sagte dem Sender RTL daraufhin: Merkel hole mit ihren Aussagen den Großteil der Bevölkerung nicht ab. »Es gibt große Empörung, weil es beim Impfen nicht weitergeht, es gab große Erwartungen. Und es gibt eine wachsende Ungeduld der Menschen, die das öffentliche Leben wiederhaben wollen.« AfD-Chef Jörg Meuthen teilte zu Merkels Satz mit: »Offensichtlich ist sie nach über 15 Jahren im Kanzleramt vollkommen entkoppelt von der Realität in unserem Land!«
Toni Kroos ist der eigene Corona-Look unangenehm
07.45 Uhr: Fußballstar Toni Kroos hat seine Kleidung während des Lockdowns vernachlässigt. »Ich muss sagen, dass der Lockdown-Effekt seine Kreise zieht. Ich bin jetzt wirklich seit acht Monaten nur noch in irgendwelchen Trainingsanzügen unterwegs, egal wohin«, gestand der 31-Jährige in der neuesten Ausgabe des mit seinem Bruder Felix gemeinsam aufgenommenen Podcasts »Einfach mal Luppen«. Vor Kurzem habe er sich aber auf dem Weg zum Training bei seinem Club Real Madrid in einer Glasscheibe am Eingang zum Vereinsgebäude gesehen. »Da habe ich mich echt gefragt: Sag mal, wie rennst du denn eigentlich hier rum?« Da habe farblich nichts zusammengepasst. »Das war mir selbst unangenehm.«
9705 Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle gemeldet
05.25 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9705 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 975 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 13.198 Neuinfektionen und 982 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.
Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 82,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.
Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.237.790 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 3.02., 0 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 58.956. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.973.200 an.
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,85 (Vortag 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
Neuseeland genehmigt Pfizer/BioNTech-Impfstoff
03.40 Uhr: Die neuseeländische Arzneimittelbehörde Medsafe erteilt dem Corona-Impfstoff aus dem Hause Pfizer/BioNTech eine vorläufige Zulassung. »Die vorläufige Zulassung des Impfstoffs ist ein positiver Schritt im Kampf gegen Covid-19«, sagt Regierungschefin Jacinda Ardern. Die Impf-Einheiten werden voraussichtlich Ende des ersten Quartals in Neuseeland eintreffen.
Internationale Politiker sehen Corona als Chance für globale Neuordnung
03.30 Uhr: Die Corona-Pandemie bietet nach Meinung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und anderen internationalen Spitzenpolitikern die Chance für eine Neuordnung der Weltpolitik. »Die Welt wird nach Corona eine andere sein«, heißt es in einem Gastbeitrag für die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« und andere europäische Blätter. Die jetzige Krise biete auch Gelegenheit, »durch effiziente Zusammenarbeit, Solidarität und Koordination wieder einen Konsens über eine internationale Ordnung zu erzielen – eine Ordnung, die auf Multilateralismus und Rechtsstaatlichkeit beruht«. Auch das Problem des Klimawandels könne nur global gelöst werden.
Der Beitrag wurde auch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Senegals Staatschef Macky Sall unterschrieben. Vonseiten internationaler Organisationen waren Uno-Generalsekretär António Guterres, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel beteiligt. Die Gruppe schlägt auch eine wieder engere Zusammenarbeit im Rahmen internationaler Foren wie der Gruppe der G7 und der G20 vor.
Die Covid-19-Krise sei »die seit Generationen größte Bewährungsprobe für die weltweite Solidarität«, heißt es weiter in dem Text. »Ist auch nur ein Ort in der Welt von Covid-19 betroffen, sind Menschen und Volkswirtschaften allerorten gefährdet.« Daraus müssten auch Lehren für künftige Krisen gezogen werden. »Statt Kulturen und Werte gegeneinander auszuspielen, müssen wir einen integrativeren Multilateralismus aufbauen. Dabei haben wir unsere Unterschiede genauso zu achten wie unsere gemeinsamen Werte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert sind.«
Esken fordert weiteren Kinderbonus in Coronakrise
03.25 Uhr: Vor der Sitzung des Koalitionsausschusses am Mittwochabend hat SPD-Chefin Saskia Esken einen weiteren Kinderbonus für Familien mit geringen Einkommen gefordert. Sie habe »die klare Erwartung«, dass die Spitzen der Großen Koalition über eine Neuauflage dieser Leistung in der Coronakrise sprechen werden, sagte Esken der »Rheinischen Post«.
Der Kinderbonus von 300 Euro pro Kind war im vergangenen Jahr gezahlt worden, um Familien in der Krise zu unterstützen. Er wurde in zwei Raten von zuerst 200 und dann 100 Euro überwiesen. Mit der Bonuszahlung seien sehr gute Erfahrungen gemacht worden, sagte Esken nun. Geringverdiener hätten es in der Coronakrise ganz besonders schwer. Daher sei der Kinderbonus »genau das, was wir brauchen«.
Esken und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) fordern auch einen Corona-Zuschlag für Hartz-IV-Bezieher. Die SPD-Chefin hatte dies am Montag im »Tagesspiegel« mit der »offenkundigen Not von Erwachsenen und Kindern in Grundsicherung« begründet.
Heil sagte nun der »Rheinischen Post«, durch die lange andauernden Corona-Restriktionen fielen viele Hilfsangebote weg, »die hilfsbedürftigen Menschen sonst zur Verfügung stehen«. Er verwies auf die Schließungen von Schulen, Jugendklubs, Sozialkaufhäusern oder Büchereien. Er wolle den Corona-Zuschlag für Menschen in der Grundsicherung und für Geringverdiener, damit deren größte Belastungen ausgeglichen werden könnten.
Die Spitzen von CDU, CSU und SPD kommen am Mittwoch um 18 Uhr im Berliner Bundeskanzleramt zusammen. An dem Treffen nimmt erstmals der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet teil, der im Januar zum CDU-Bundesvorsitzenden gewählt worden war.
Parlamentskreise: Von der Leyen offen für Zulassung von russischem Impfstoff
02.35 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich nach Angaben aus Parlamentskreisen offen für eine mögliche Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union gezeigt. Wenn die russischen ebenso wie die chinesischen Hersteller Transparenz zeigten und »alle Daten« zu ihren Vakzinen offenlegten, könnten sie möglicherweise Zulassungen erhalten, wurde von der Leyen am Dienstag von EU-Parlamentariern zitiert.
Die Kommissionschefin hatte mit den Abgeordneten über die Corona-Lage gesprochen. Sie steht wegen Verzögerungen bei der Lieferung von Impfdosen an die EU-Staaten derzeit stark in der Kritik.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich offen für eine Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V. Jedes Vakzin sei in der EU »herzlich willkommen«, sofern die EU-Arzneimittelbehörde EMA dies empfehle, sagte sie in der ARD-Sendung »Farbe bekennen«.
Eine am Dienstag veröffentlichte Studie hatte ergeben, dass Sputnik V zu mehr als 90 Prozent wirksam ist. Laut der von der britischen Fachzeitschrift »The Lancet« veröffentlichten Untersuchung schützte das Vakzin in der dritten und letzten Phase der klinischen Studien 91,6 Prozent der Probanden vor einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung. Nach Angaben der Autoren wurde der Impfstoff von den Studienteilnehmern zudem gut vertragen.
Russland hatte bereits im Dezember damit begonnen, Risikogruppen mit Sputnik V zu impfen, und im Januar seine groß angelegte Impfkampagne gestartet. Zugelassen worden war das vom Gamaleja-Forschungszentrum entwickelte und nach einem sowjetischen Satelliten benannte Vakzin in Russland schon im August – noch vor Abschluss der finalen Studien. Dieses Vorgehen war international auf scharfe Kritik und Vorbehalte gestoßen.
Niederlande verlängern Lockdown bis zum 2. März
01.15 Uhr: In den Niederlanden wird der Corona-Lockdown bis zum 2. März verlängert. Dies beschloss am Dienstag das Regierungskabinett, wie Ministerpräsident Mark Rutte mitteilte. Er begründete dies mit der Ausbreitung der zuerst in Großbritannien festgestellten Virus-Variante, die ansteckender ist als frühere Formen des Erregers.
Der Lockdown in den Niederlanden war bislang bis zum 9. Februar befristet. Die jetzt beschlossene Verlängerung ist allerdings mit Lockerungen in einzelnen Bereichen verknüpft. So dürfen nach Angaben Ruttes die Grundschulen am kommenden Montag wieder öffnen. Auch manche Geschäfte dürfen wieder aufmachen – aber nur, um Bestellungen entgegenzunehmen.
Hinsichtlich der bislang bis zum 10. Februar geltenden nächtlichen Ausgangssperre wartet die Regierung noch auf die Empfehlung eines Wissenschaftlergremiums. Gegen die seit dem 23. Januar geltende nächtliche Ausgangssperre hatte es zeitweise gewalttätige Proteste in mehreren Städten gegeben.
Die Niederlande dürften die rasche Verbreitung der britischen Virus-Mutante, nicht ignorieren, warnte Rutte nun. Wenn das Land zum jetzigen Zeitpunkt zu optimistisch wäre, würde es dafür »bald die Rechnung präsentiert bekommen«. Nach Angaben der niederländischen Behörden gehen die Infektionszahlen zwar zurück. Doch sind zwei Drittel der Neuansteckungen auf die britische Variante des Coronavirus zurückzuführen.
Im Rahmen des allgemeinen Lockdowns sind in den Niederlanden derzeit Schulen, Restaurants und die meisten Geschäfte geschlossen. Zudem darf sich nicht mehr als ein Gast bei einem anderen Haushalt aufhalten. Die Ausgangssperre gilt zwischen 21 Uhr und 4.30 Uhr.
Bei den Krawallen in den ersten Nächten nach Inkrafttreten der Ausgangssperre waren Wagen verbrannt und Geschäfte geplündert worden. Hunderte Menschen wurden festgenommen. Polizeigewerkschaften sprachen von den heftigsten Ausschreitungen in den Niederlanden seit vier Jahrzehnten. Damals waren schwere Krawalle durch Zwangsräumungen besetzter Häuser entfacht worden.
Linnemann fordert SPD zur Aufgabe der Blockadehaltung bei Steuerentlastungen auf
0.55 Uhr: Kurz vor dem Koalitionsausschuss von Union und SPD ruft der CDU/CSU-Fraktionsvizevorsitzende Carsten Linnemann die Sozialdemokraten auf, ihren Widerstand gegen zusätzliche Steuerentlastungen für Unternehmen in der Coronakrise aufzugeben. »Die bessere steuerliche Verrechnung der aktuellen Verluste wegen Corona mit Gewinnen aus den Vorjahren, wäre der einfachste und schnellste Weg, um im Kern gesunden Unternehmen durch die Krise zu helfen«, sagt Linnemann dem »Redaktionsnetzwerk Deutschland«. Er forderte, dass die SPD ihr Veto bei der Verlustverrechnung endlich aufgebe. Mit der Verlustverrechnung bekämen die Unternehmen schnell und gezielt Liquidität. »Nicht aus den Taschen von anderen, sondern aus dem, was sie selbst erwirtschaftet haben und in Zukunft wieder erwirtschaften werden«, so der Vertreter des Wirtschaftsflügels der Union.
Macron will Impfangebot für alle Franzosen bis Ende des Sommers
0.25 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will allen Franzosen bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot machen. Bis Ende Februar oder Anfang März sollte die Produktion von Impfstoff in Frankreich starten, sagt Macron in einem Interview mit dem Fernsehsender TF1. Er geht von schließlich vier Werken aus. Pharmafirmen müssten schon jetzt mit den Vorbereitung für den nächsten Winter und den Anfang des nächsten Jahres beginnen.
Derzeit werden Daten des Gesundheitsministeriums zufolge so viele Menschen in Krankenhäusern in Zusammenhang mit dem Virus behandelt wie zuletzt Ende November. Insgesamt sind gut 28.000 Patienten in Kliniken, davon liegen 3270 auf Intensivstationen. Das Land meldet 23.337 Neuinfektionen und 726 weitere Todesfälle.
Icon: Der Spiegel

