Coronavirus: Wie Forscher nach Medikamenten gegen Covid-19 suchen
Icon: vergrößernUntersuchungen von Molekülen am Desy: Ein Roboterarm half beim schnellen Wechsel der Proben
Foto: Marta Mayer / DESY
Hydroxychloroquin, Remdesivir und Dexamethason – seit sich das Coronavirus über die Welt ausbreitet, haben Fachleute eine Fülle an Medikamenten gegen die Erkrankung Covid-19 getestet. Bislang war der Erfolg eher überschaubar. Manche Arzneien stellten sich als völlig wirkungslos heraus, etwa Hydroxychloroquin. Bei Dexamethason kommt es auf das richtige Timing der Behandlung an. Und bei Remdesivir fehlen noch immer klare Belege für einen Nutzen.
Kurzum: Es gibt auch gut ein Jahr, nachdem Sars-CoV-2 erstmals nachgewiesen wurde, kein wirklich wirksames Medikament. Keine Arznei, die verlässlich gegen Covid-19 hilft, die monatelange Schlappheit selbst nach milden Verläufen oder Langzeitschäden an der Lunge verhindert. Dabei wäre solch ein Mittel ein entscheidender Baustein, um die Auswirkungen der Pandemie zu reduzieren, um Intensivstationen zu entlasten und den Schaden in der Gesellschaft zu verringern.
Ein solcher Wirkstoff wäre umso wichtiger, weil sich die Impfkampagnen noch viele Monate lang hinziehen werden. Wer nicht geimpft werden kann oder will, würde im Fall einer Infektion von einem Medikament profitieren.

