Corona-Impfzentren: »Als hätten Sie einen ICE, dürften aber nur mit 10 km/h durch das Land zuckeln«
Icon: vergrößernMenschen warten im Impfzentrum Frankfurt/Oder
Foto: Jochen Eckel / imago images
Es könnte schneller gehen mit dem Impfen – das denken aktuell sicher viele. Insbesondere die Menschen ab 80 Jahren in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, wo die Impfungen außerhalb von Pflegeheimen noch nicht einmal begonnen haben.
Fragt man in den Bundesländern nach, was aktuell das größte Hemmnis beim Impfen ist, ist die Antwort deutlich: die Knappheit des Impfstoffs. Vielerorts sind die Impfzentren sozusagen in Warteposition: Startklar, aber mangels Impfstoffs nicht einsatzbereit.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte zunächst empfohlen, dass vor der Erstimpfung schon die zweite Dosis für die jeweiligen Menschen zurückgelegt werden solle, damit die zweite Impfung auf jeden Fall erfolgen kann. Die Vorratshaltung führt natürlich dazu, dass noch weniger Impftermine vergeben werden können – es gibt aber angesichts aktueller Lieferschwierigkeiten seitens der Hersteller auch Argumente für dieses Vorgehen. Inzwischen gibt die Stiko diese Empfehlung nicht mehr, sondern lässt es den Organisatoren offen, wie sie planen.

