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Angela Merkel erwartet mit Joe Biden Merkel deutlich bessere Zusammenarbeit

January 21
14:27 2021
Angela Merkel mit dem damaligen US-Vizepräsidenten Joe Biden 2013 in Berlin Icon: vergrößern

Angela Merkel mit dem damaligen US-Vizepräsidenten Joe Biden 2013 in Berlin

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Maurizio Gambarini / dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden wieder deutlich größere politische Schnittmengen als mit seinem Vorgänger Donald Trump. »Es gibt mit Biden einen viel breiteren Raum von politischer Übereinstimmung«, sagte Merkel in der Bundespressekonferenz.

Dazu müsse man sich nur die Erlasse ansehen, die Biden direkt nach seinem Amtsantritt unterzeichnet habe. Künftig sei mit den USA eine Zusammenarbeit in der Weltgesundheitsorganisation und beim Pariser Klimaabkommen wieder möglich. Auch in der Migrationspolitik gibt es aus Merkels Sicht wahrscheinlich eine ähnlichere Meinung. Trump erwähnte sie dabei nicht direkt.

Zugleich bekannte sich Merkel zu einer größeren Verantwortung Deutschlands und Europas auf internationaler Ebene, sowohl militärisch als auch diplomatisch. Man werde mit Bidens Amtsantritt nicht »nur noch mit politischer Übereinstimmung rechnen können«, sagte die Kanzlerin. Es werde sicher Diskussionen geben, »wie wir die Dinge gut für beide Länder machen«. Doch die Zusammenarbeit beruhe nun wieder »auf einem breiteren Fundament gemeinsamer Überzeugungen«.

Klima-Beauftragter Kerry lobt Merkel als »hervorragende Partnerin«

Auch die US-amerikanische Seite äußerte sich lobend über Merkel. »Klima ist die große Herausforderung für uns alle, und wir werden dazu sehr bald direkte Gespräche mit den Anführern Europas führen«, sagte John Kerry, neuer Klima-Sonderbeauftragter im Weißen Haus, dem Nachrichtenportal t-online.de. Zuallererst müssten die USA beim Klimaschutz aber selbst mehr leisten. Kerry hatte unter Ex-Präsident Barack Obama als Außenminister gearbeitet.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte seit seinem Amtsantritt 2017 viele politische Vorgaben zum Klima- und Umweltschutz rückgängig gemacht. Das Pariser Klimaabkommen bezeichnete er als »sehr unfair und einseitig« sowie schädlich für die amerikanische Wirtschaft. Am ersten Tag im Amt führte der am Mittwoch vereidigte Präsident Joe Biden sein Land jedoch wieder in das Abkommen zurück.

Icon: Der Spiegel

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