Gesetzliche Unfallversicherung: Wie Fußball-Weltmeister abkassieren
Icon: vergrößernSpieler, Medizinteam des FC Bayern München 2018: Schamlose Ausbeutung der Kassen
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Bernd Feil/M.i.S. / imago/MIS
Marcell Jansen ist ein Tausendsassa. Mit dem FC Bayern München gewann der Linksverteidiger die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. Als Nationalspieler nahm er an Welt- und Europameisterschaften teil. Jetzt ist er Funktionär und Erfinder.
Als Präsident des Hamburger SV versucht er, den Klub zurück in die erste Bundesliga zu führen. Er ist an Sanitätshäusern beteiligt, investiert in Start-ups. Gerade hat er eine Intimdeocreme für Männer herausgebracht und bewirbt sie selbst im Internet. »Gerade im Intimbereich sollten wir Verantwortung für unseren Körper übernehmen«, sagt er in dem Werbespot.
Sogar auf dem Spielfeld kann der Präsident noch mithalten. Wenn ihm seine vielen Aufgaben Zeit lassen, kickt der 35-Jährige in der dritten Mannschaft des HSV, die in der Oberliga spielt.
Der sportliche Einsatz ist erstaunlich, denn zumindest auf dem Papier scheint es um Jansens Gesundheit nicht gut bestellt zu sein. Jedenfalls hat der HSV-Boss nach SPIEGEL-Informationen vor Kurzem bei der gesetzlichen Unfallversicherung eine Verletztenrente beantragt und genehmigt bekommen. Eine solche Unterstützung erhalten Arbeitnehmer, deren Erwerbsfähigkeit durch einen Arbeitsunfall auf Dauer stark eingeschränkt ist.

