Franziska Giffey: Plagiatsvorwürfe gegen SPD-Ministerin – Das Giffey-Dilemma
Icon: vergrößernMinisterin Giffey: Von Selbstkritik keine Spur
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Martin Lengemann / WELT / ULLSTEIN BILD
Am Mittwochabend schalten sich die Berliner SPD-Kreisvorsitzenden zusammen. Mit dabei in der Videokonferenz sind Franziska Giffey und Raed Saleh, die den Landesverband künftig führen sollen – wenn nicht der Skandal um Giffeys Doktorarbeit die Pläne durchkreuzt. Es wird ausgiebig diskutiert: Welcher Kreisverband soll unter Giffey und Saleh wie viele Beisitzer für den Landesvorstand stellen? Welche Themen stehen im Leitantrag für den Landesparteitag?
Worum es an diesem Abend nicht geht: Giffeys Doktorarbeit. Das Thema ist der Elefant im Raum, schließlich hat die FU Berlin am selben Abend bekannt gegeben, dass sie die Prüfung der Arbeit bis Ende Februar abschließen will. Sollte Giffey wegen zahlreicher Plagiate der Doktortitel aberkannt werden, würde das in den Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl im nächsten Herbst platzen, den Giffey als Spitzenkandidatin anführen soll. Doch niemand spricht das an. Giffey bedankt sich gleich zu Beginn für die Solidarität der Genossen, ohne auszusprechen, was sie damit meint.

