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RTL/ntv-Trendbarometer: AfD erreicht neuen Höchstwert

May 19
14:46 2026

Politik

RTL/ntv-TrendbarometerAfD erreicht neuen Höchstwert

19.05.2026, 12:30 Uhr Artikel anhören(07:08 min)00:00 / 07:08

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Die Umfragewerte für die Regierungsparteien und den Bundeskanzler sind weiterhin desaströs. 80 Prozent der Deutschen denken, dass Friedrich Merz sich nicht ausreichend um die wirtschaftlichen Probleme kümmert. Von dieser Stimmung profitiert die AfD.

Gerade erst hat der Extremismusforscher Gideon Botsch eine steigende Bereitschaft unter den Wählerinnen und Wählern diagnostiziert, die AfD zu wählen – und der Befund ist offensichtlich richtig. Im aktuellen Trendbarometer von RTL und ntv legt die Partei weiter zu.

Zwar rücke die AfD immer weiter nach rechts. Aber "das Stigma, was mit der AfD-Wahl verbunden sein mag", sei deutlich geschmolzen, sagte Botsch.

Im Vergleich zur Vorwoche legt die AfD einen Punkt zu und erreicht den höchsten Wert, den das Meinungsforschungsinstitut Forsa bislang für sie gemessen hat. Die Grünen geben einen Punkt ab, das BSW ist nach mehreren Wochen wieder im messbaren Bereich. Entsprechend sind die sonstigen Parteien insgesamt drei Punkte schwächer geworden, denn das BSW wurde in der Vorwoche unter "Sonstige" gezählt.

Union und SPD kämen zusammen auf 34 Prozent

Würde in dieser Woche ein neuer Bundestag gewählt, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: AfD 28 Prozent (Bundestagswahl 2025: 20,8 Prozent), CDU/CSU 22 Prozent (28,5 Prozent), Grüne 14 Prozent (11,6 Prozent), SPD 12 Prozent (16,4 Prozent), Linke 11 Prozent (8,8 Prozent), FDP 4 Prozent (4,3 Prozent), BSW 3 Prozent (4,98 Prozent), Sonstige 6 Prozent.

Union und SPD kämen zusammen damit wie in der Vorwoche auf nur 34 Prozent und hätten im Bundestag folglich keine Mehrheit. Regulär findet die nächste Bundestagswahl Anfang 2029 statt.

Der Anteil der Nichtwählerinnen und Nichtwähler sowie der Unentschlossenen liegt mit aktuell 26 Prozent weiter deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).

heidiHeidi Reichinnek im ntv Frühstart"Die AfD will, dass deine Großmutter nicht gepflegt wird"

Auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz legt die AfD einen Punkt zu. Auf die Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, nennen 15 Prozent die AfD. Die Union verliert hier einen Punkt und erreicht aktuell 13 Prozent. Alle anderen Parteien sind einstellig. 53 Prozent trauen keiner Partei politische Kompetenz zu.

Während die Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz unverändert ist, ist die Unzufriedenheit noch um einen Punkt angewachsen: Aktuell sind 85 Prozent der Deutschen mit seiner Arbeit unzufrieden; zufrieden sind lediglich 14 Prozent.

Auch von den Anhängern der Unionsparteien sind mittlerweile 57 Prozent mit der Arbeit des Bundeskanzlers nicht zufrieden.

Vier Fünftel sagen, Merz kümmere sich nicht genug um die Wirtschaft

Für das Trendbarometer hat Forsa in dieser Woche eine weitere Frage zu Merz gestellt, deren Ergebnis aus Sicht des Bundeskanzlers ebenfalls kritisch ausfällt. Nur noch 16 Prozent haben den Eindruck, dass Merz sich ausreichend um die Lösung der wirtschaftlichen Probleme in Deutschland kümmert. Im September 2025, als Forsa diese Frage ebenfalls gestellt hat, waren es 21 Prozent, im Juni 2025 waren es noch 31 Prozent.

80 Prozent der Deutschen sagen, Merz kümmere sich nicht ausreichend um die wirtschaftlichen Probleme in Deutschland. Selbst die Anhänger der Union sind mit 60 Prozent mehrheitlich dieser Auffassung.

Weiterhin schlecht sind die wirtschaftlichen Erwartungen der Deutschen. Unverändert 14 Prozent sagen, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern werden. Eine Verschlechterung erwarten 68 Prozent – ein Plus von zwei Punkten.

Arbeit der Bundesregierung wichtigstes Thema

Im Themenradar ist die Arbeit der Bundesregierung mit einer Nennung von 42 Prozent in dieser Woche das für die Deutschen wichtigste Thema. Dahinter folgen der Iran beziehungsweise der Krieg im Nahen Osten mit 32 Prozent sowie, eng damit verbunden, die ökonomische Lage mit 31 Prozent.

Den Krieg in der Ukraine nennen 17 Prozent als eines der wichtigsten Themen, Kriege und Konflikte allgemein 11 Prozent.

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Die aktuell diskutierte Reform der Krankenkassen sehen 9 Prozent als eines der wichtigsten Themen, die Situation in den USA 8 Prozent, die Benzinpreise 7 Prozent und die Rente beziehungsweise die Rentendiskussion ebenfalls 7 Prozent.

Breite Mehrheit für Verlängerung des Tankrabatts

Auch wenn die Spritpreise im Themenradar nur auf dem letzten Platz landen, haben die Deutschen eine deutliche Meinung zum Tankrabatt, der eigentlich im Juni auslaufen soll: 63 Prozent sprechen sich dafür aus, die Steuersenkung von knapp 17 Cent pro Liter Benzin und Diesel "für einige weitere Monate" zu verlängern. 33 Prozent sind gegen eine Verlängerung.

Aufgeschlüsselt nach den Anhängern der einzelnen Parteien sind nur die Anhänger der Grünen mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Tankrabatts. Die Anhänger aller anderen Parteien sind mehrheitlich dafür. CSU-Chef Markus Söder hat bereits gesagt, er könne sich eine Verlängerung des Tankrabatts vorstellen.

Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 12. und dem 18. Mai erhoben. Datenbasis: 2000 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte. Datenbasis der politischen Kompetenz: 807 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.

Die Daten zu der Frage, ob Merz sich ausreichend um die wirtschaftlichen Probleme kümmert, sowie zur Verlängerung des Tankrabatts wurden am 15. und 18. Mai erhoben. Datenbasis: 1000 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier.

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