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Auch Gabbard vor dem Aus?: Trump entlässt Justizministerin Pam Bondi

April 02
23:16 2026

Politik

Auch Gabbard vor dem Aus?Trump entlässt Justizministerin Pam Bondi

02.04.2026, 18:04 Uhr

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Nach Kristi Noem die zweite Ministerin, die US-Präsident Trump entlässt: Justizministerin Pam Bondi. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Trumps erste Amtszeit ist von einem ständigen "hire and fire" im Kabinett geprägt. Das bleibt bisher aus. Bis jetzt. Nun trifft es Justizministerin Bondi. Der US-Präsident ist aus mehreren Gründen mit ihrer Arbeit unzufrieden.

US-Präsident Donald Trump hat seine Justizministerin Pam Bondi entlassen. Auf seiner Plattform Truth Social dankte er der 60-Jährigen für ihre Arbeit und teilte mit, dass sie einen "wichtigen neuen Job in der Privatwirtschaft" antreten werde. Er bezeichnete sie als "große amerikanische Patriotin" und "loyale Freundin". US-Medien berichteten indes, Trump sei mit Bondis Führung des Ministeriums unzufrieden. Besonders der Umgang mit den Epstein-Akten und ein aus Präsidentensicht zögerliches Vorgehen gegen politische Gegner würden ihn verärgern.

Der "New York Times" (NYT) zufolge habe Trump bereits Lee Zeldin als möglichen Nachfolger ins Spiel gebracht. Der ist derzeit Leiter der Umweltschutzbehörde und zähle zu Trumps zuverlässigsten Mitstreitern. Kommissarisch werde Todd Blanche, der bisherige Vizejustizminister, ihren Posten übernehmen. Er sei ein "äußerst talentierter und angesehener Jurist", schrieb Trump auf Truth Social.

Noch am Mittwoch waren Trump und Bondi gemeinsam zum Obersten Gerichtshof gefahren, um eine Debatte über ein Gesetzesvorhaben zur US-Staatsbürgerschaft zu verfolgen. Am selben Tag soll der US-Präsident ihr im Oval Office mitgeteilt haben, dass sie entlassen wird, berichtet Fox News.

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Trump übte seit Monaten immer wieder Kritik an seiner Justizministerin. Er unterstellte ihr mehrfach mangelhafte Kommunikation, unter anderem rund um die Epstein-Akten. Bondi hatte deren Geheimhaltung zunächst verteidigt. Aufgrund öffentlichen Drucks ließ Trump dann einen großen Teil von ihnen veröffentlichen; etwa drei Millionen Akten.

Auch Gabbard muss bangen

Bondi soll Mitte April im Ausschuss des Repräsentantenhauses Rede und Antwort stehen. Sie soll dort über die Ermittlungen ihres früheren Ministeriums gegen Jeffrey Epstein aufklären. Die Anhörung ist laut NYT für den 14. April angesetzt. Allerdings versuchen Bondi und der republikanische Vorsitzende des Ausschusses, James Comer, dies zu verhindern.

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Trump warf Bondi außerdem vor, nicht entschlossen genug gegen dessen politische Gegner vorgegangen zu sein, berichtet die "New York Times" weiter. Im September etwa veröffentlichte Trump einen Beitrag auf seinem Portal Truth Social, in dem er sich an Bondi richtete und sich über das Ausbleiben von Anklagen beschwerte. Besonders verärgert war er darüber, dass das Justizministerium Fälle gegen seine politischen Gegner nicht gewinnen konnte, darunter gegen den ehemaligen FBI-Direktor James B. Comey und die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James.

Bisher war Trumps zweite Amtszeit von hoher personeller Kontinuität geprägt. In seiner ersten Präsidentschaft gab es ein stetes Kommen und Gehen von Ministern und hohen Beamten. Allerdings sagten einige Beamte der NYT zufolge, dass die Entlassung von Heimatschutzministerin Kristi Noem Anfang März seine Haltung diesbezüglich geändert haben könnte. Da der Übergang zu Markwayne Mullin relativ geräuschlos über die Bühne ging, könnte Trump weitere Änderungen in seinem Kabinett vornehmen.

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So berichtete der britische "Guardian", dass Trump über seine Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard ebenfalls verärgert sein soll. Eine Analyse aus ihrem Hause kam zu dem Urteil, der Iran habe seine Nuklearanlagen seit den vernichtenden US-israelischen Luftangriffen vom vergangenen Juni nicht wieder aufgebaut. Trump hatte den Krieg gegen die Islamische Republik unter anderem damit begründet, Teheran stehe kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit "bald" sogar die USA angreifen.

Zuvor hatte sich Joe Kent, der Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorbekämpfung, kritisch geäußert. Der rechte Hardliner kritisierte, dass die USA sich aus seiner Sicht von Israel in den Krieg haben hineinziehen lassen. Daher trat er am 17. März von seinem Posten zurück. Mitglieder der US-Regierung, auch Trump selbst, kritisierten ihn scharf für seine Worte. In einer schriftlichen Erklärung vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats tags darauf teilte Gabbard Kents Zweifel und unterstützte damit indirekt dessen Kritik an Präsident Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth.

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