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Präsident zeigt private Nachricht: Macron schlägt Trump G7-Treffen mit Russland in Paris vor

January 20
13:35 2026

Politik

Präsident zeigt private NachrichtMacron schlägt Trump G7-Treffen mit Russland in Paris vor

20.01.2026, 09:22 Uhr

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Macron will Trump persönlich sprechen. (Foto: Ludovic Marin/Pool via AP)

Emmanuel Macron versteht nicht, was Donald Trump mit Grönland vorhat. Um seine Fragen zu klären, lädt der französische Präsident seinen amerikanischen Amtskollegen nach Paris ein. Noch in dieser Woche soll das Treffen stattfinden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen der G7-Staaten vorgeschlagen, an dem auch Russland teilnehmen könnte. Es solle am Donnerstagnachmittag in Paris stattfinden, schrieb Macron in einer SMS an Trump. Der US-Präsident veröffentlichte diese auf seiner Onlineplattform Truth Social.

Der Élysée-Palast in Paris bestätigte die Echtheit der Nachricht. "Mein Freund, wir sind auf einer Linie mit Blick auf Syrien. Wir können Großes vollbringen im Iran. Ich verstehe nicht, was Du in Grönland tust", schrieb Macron demnach an Trump.

Der französische Präsident schlug seinem US-Amtskollegen vor, im Anschluss an das Weltwirtschaftsforum in Davos ein G7-Treffen in Paris zu organisieren. "Ich kann die Ukrainer, die Dänen, die Syrer und die Russen am Rand einladen", schrieb Macron. Zum Abschluss lud er Trump zum Abendessen in Paris ein.

Eine Antwort Trumps war nicht Teil des Screenshots. Eine Stellungnahme des US-Präsidialamts liegt bisher nicht vor.

Russland war von 1998 an Mitglied der Gruppe westlicher Industrienationen, die in der Zeit G8 hieß. Nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 wurde Russland ausgeschlossen und die Gruppe hieß wieder G7. Mit dabei sind neben den USA auch Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada sowie Japan und Deutschland.

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Wie es aus Macrons Umfeld hieß, sei Frankreich entschlossen, seinen diesjährigen G7-Vorsitz zu einem nützlichen Beitrag zum Dialog und zur Zusammenarbeit zu machen. Betont wurden Konflikte, bei denen Frankreich mit den USA an einem Strang ziehen. In Syrien arbeite Frankreich gemeinsam mit den Amerikanern für die Einheit und territoriale Integrität Syriens und die Einhaltung des Waffenstillstands und bleibe seinen Verbündeten im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" treu. Im Iran fordere Frankreich von den iranischen Behörden die Achtung der Grundfreiheiten und stehe denen zur Seite, die diese verteidigen.

Macron merkte in den privaten Textnachrichten an Trump an, dass Frankreich und die Vereinigten Staaten "völlig im Einklang" mit Blick auf den weiteren Kurs in Syrien seien. Zudem könnten sie "großartige Dinge" im Iran erreichen.

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SMS als Reaktion auf Zolldrohung

Hintergrund des Vorschlags eines Treffens von Macron sind weiterhin die Drohungen Trumps, im Streit um Grönland Zölle gegen mehrere europäische Länder zu verhängen. Der US-Präsident reagiert damit auf die Weigerung Dänemarks, die dänische Arktis-Insel an die USA abzutreten. Wegen des Konflikts wollen die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend zu einem Krisengipfel in Brüssel zusammenkommen.

Frankreich hat die von Trump angedrohten Zölle von bis zu 200 Prozent auf Wein und Champagner mit scharfen Worten bereits zurückgewiesen. Man habe Trumps Äußerungen "zur Kenntnis genommen", hieß es im Umfeld Macrons. "Drohungen mit Zöllen zur Beeinflussung unserer Außenpolitik sind inakzeptabel und wirkungslos", hieß es weiter.

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Hintergrund der Zolldrohung ist Frankreichs Weigerung, sich an dem von Trump vorgeschlagenen, auf seine Person zugeschnittenen und zum Teil kostenpflichtigen "Friedensrat" zu beteiligen. Auf die Frage eines Journalisten in Miami, wie er die Haltung von Präsident Emmanuel Macron bewerte, sagte Trump: "Nun, niemand will ihn, weil er sehr bald aus dem Amt scheiden wird." Sollte Frankreich dem Gremium nicht beitreten, werde er Strafzölle verhängen, sagte Trump. Dann werde Macron schon beitreten – "aber er muss nicht".

Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hatte Trumps Einladung am Montag abgelehnt. Frankreich müsse "nein sagen, weil die Charta dieses 'Friedensrates' über den Gazastreifen und damit über den von den Vereinten Nationen unterstützten Friedensplan hinausgeht", sagte Barrot vor Abgeordneten.

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