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Macron: “Inakzeptabel”: Trumps Grönland-Zolldrohung überrascht Dänemark

January 18
00:37 2026

Wirtschaft

Macron: "Inakzeptabel"Trumps Grönland-Zolldrohung überrascht Dänemark

17.01.2026, 20:32 Uhr Artikel anhören(02:17 min)00:00 / 02:17

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Die Menschen auf Grönland fürchten um ihr Selbstbestimmungsrecht. (Foto: picture alliance / MAXPPP)

Diverse EU-Staaten verwehren dem US-Präsidenten die Einverleibung Grönlands. Das Krisengespräch unter der Woche bleibt ohne Ergebnis, da zieht Trump die Daumenschrauben an. Seine Zollandrohung befremdet Frankreich und Co.

Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeigt sich von der Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump gegenüber mehreren europäischen Staaten im Grönland-Konflikt überrascht. Das teilte der Däne in einer Stellungnahme der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge mit. Dänemark stehe derzeit in engem Kontakt mit der EU-Kommission. Die Bundesregierung erklärte, dass man Trumps Worte zur Kenntnis genommen habe und sich mit den europäischen Partnern beraten werde.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron weist die Zollandrohung gar ganz zurück. "Zolldrohungen sind inakzeptabel und haben in diesem Zusammenhang nichts zu suchen", schreibt Macron auf X. Sollten die Maßnahmen bestätigt werden, würden die Europäer darauf geschlossen und koordiniert reagieren. Weder Einschüchterung noch Drohungen würden die Europäer beeinflussen, sei es in der Ukraine, in Grönland oder anderswo. Von der EU hieß es, man sorge sich vor einer "gefährlichen Abwärtsspirale". Die EU-Botschafter kommen am Sonntag laut Diplomatenkreisen zu einer Krisensitzung zusammen.

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Trump stößt sich daran, dass Deutschland und andere europäische Staaten jüngst teils auf Einladung Dänemarks Soldaten auf die Insel geschickt haben. Er will Grönland, das Teil des Königreiches Dänemark ist, den USA einverleiben und begründet dies immer wieder auch mit Sicherheitsinteressen. Der Zweck der verstärkten militärischen Präsenz in Grönland bestehe jedoch genau darin, die Sicherheit in der Arktis zu erhöhen, sagte Rasmussen den Angaben zufolge weiter.

Trump hat unter Verweis auf den Grönland-Konflikt zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder ab Anfang Februar angekündigt. Die gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, teilte Trump mit. Ein Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland, an dem auch Rasmussen teilnahm, hatte am Mittwoch keine Lösung im Konflikt um die Besitzansprüche der USA gebracht.

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