Explosionen in mehreren Orten: Bericht: Trump befiehlt Luftangriff auf venezolanische Hauptstadt Caracas
Politik
Explosionen in mehreren OrtenBericht: Trump befiehlt Luftangriff auf venezolanische Hauptstadt Caracas
03.01.2026, 07:33 Uhr Artikel anhören(01:09 min)00:00 / 01:09
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Die venezolanische Hauptstadt Caracas wird in der Nacht von starken Explosionen erschüttert. Auch in zwei anderen Orten soll es Erschütterungen geben. Einem Bericht zufolge soll US-Präsident Trump den Angriff angeordnet haben.
In der Nacht sind in der venezolanischen Hauptstadt Caracas starke Explosionen zu hören gewesen. Nach Informationen von CBS News soll US-Präsident Trump einen Luftangriff befohlen haben. Das hätten US-Beamte dem Sender bestätigt. Eine offizielle Bestätigung seitens der US-Regierung steht noch aus.
Die Attacke begann demnach kurz vor 2 Uhr Ortszeit (7 Uhr MEZ). Um 2.38 Uhr war die bislang letzte Explosion in Caracas zu hören. Viele Erschütterungen sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber über die nächtliche Stadt fliegen. Dabei soll es sich unter anderem um Hubschrauber des Typs Chinook handeln, die vom US-Militär eingesetzt werden.
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Explosionen in zwei weiteren Städten
In Online-Netzwerken wurden Bilder von großen Bränden mit Rauchsäulen veröffentlicht. Andere Videos zeigen mit Autos gefüllte Straßen. Offenbar versuchen viele Zivilisten, Caracas zu verlassen. Nahe dem Präsidentenpalast Miraflores waren gepanzerte Fahrzeuge der venezolanischen Sicherheitskräfte zu sehen.
Die venezolanischen Nachrichtenagenturen Efecto Cocuyo und Tal Cual Digital berichten zudem, dass Explosionen auch in den Bundesstaaten La Guaira nördlich von Caracas, Aragua sowie in Higuerote, einer Stadt an der Küste im Bundesstaat Miranda, rund 100 Kilometer östlich von Caracas, zu hören waren.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump nach wiederholten US-Angriffen vor der Küste Venezuelas von der Möglichkeit von US-Angriffen auf das venezolanische Festland gesprochen. Zudem hatte er gesagt, dass die Tage von Venezuelas linksnationalistischem Staatschef Nicolás Maduro "gezählt" seien.
Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler im Ostpazifik und in der Karibik an. Dabei wurden mit den neuen Angriffen bislang mehr als 100 Menschen getötet. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig.
Maduro wirft Trump Umsturzversuch vor
Am Montag hatte Trump sich über einen Angriff geäußert, bei dem es sich womöglich um den ersten US-Angriff an Land in dem Konflikt auf Venezuela handelte. Demnach wurde eine Anlegestelle für mutmaßliche venezolanische Drogenboote zerstört.
Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas Präsident Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz und ein Bestreben der USA, sich der riesigen venezolanischen Erdölvorkommen zu bemächtigen.
"Wenn sie Öl wollen …"Maduro zeigt sich plötzlich offen für US-Gespräche
Am Donnerstag zeigte sich Maduro jedoch offen für Gespräche mit den USA. "Wo immer sie wollen und wann immer sie wollen", sagte er im Staatsfernsehen mit Blick auf mögliche Gespräche mit den USA über die Bereiche Drogenhandel, Öl und Migration. Maduro betonte jedoch auch die Wehrhaftigkeit seines Landes: "Das nationale Verteidigungssystem hat die nationale Integrität, den Frieden des Landes und die Nutzung unserer Territorien garantiert und garantiert dies weiterhin", erklärte er.
In der venezolanischen Hauptstadt Caracas sind in der Nacht starke Explosionen und Lärm, der an den Überflug von Flugzeugen erinnerte, zu hören gewesen.

