Trump sieht enorme Fortschritte: Erster Tag der Gaza-Gespräche endet in “positiver Atmosphäre”
Politik

Die Hauptstraße des ägyptischen Badeortes Scharm-el-Scheich.
Delegationen der Hamas und Israels verhandeln indirekt über Trumps Plan für ein Kriegsende in Gaza. Aus ägyptischen Quellen heißt es, die Atmosphäre sei "positiv", die Gespräche würden fortgesetzt. Der US-Präsident äußert sich euphorischer über die Erfolgsaussichten.
Die erste Runde von Gaza-Gesprächen zwischen der islamistischen Hamas und den Vermittlern ist einem Medienbericht zufolge in einer "positiven Atmosphäre" zu Ende gegangen. Die Gespräche zwischen der Hamas und den Vermittlern sollten am heutigen Dienstag im ägyptischen Scharm el-Scheich fortgesetzt werden, berichtete die dem ägyptischen Geheimdienst nahestehende TV-Sendergruppe Al-Kahera News. Dort war am Montag eine israelische Delegation eingetroffen.
Politik 06.10.25 Chefunterhändler der Terroristen Chalil al-Hayya ist der neue starke Mann der Hamas
Delegationen der Hamas und Israels hatten indirekte Verhandlungen über ein Ende des fast zweijährigen Krieges im Gazastreifen begonnen. Im Fokus steht ein Friedensplan, den US-Präsident Donald Trump vorgelegt hatte. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte sich bei einem Besuch vor einer Woche in Washington hinter Trumps 20-Punkte-Plan gestellt, die Hamas stimmte dem Plan am Freitag in Teilen zu.
Er sieht unter anderem die Freilassung aller von der Hamas festgehaltenen Geiseln, die Entwaffnung der Hamas und einen schrittweisen Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen vor. Dem Plan zufolge soll die Hamas künftig bei der Verwaltung des Gazastreifens keinerlei Rolle mehr spielen. Die radikalislamische Palästinenserorganisation besteht allerdings auf einem Mitspracherecht.
Politik 06.10.25 Verhandlungen gestartet Hamas und Israel ringen um die Geiseln
Trump: "Alle wollen, dass es passiert"
Der US-Präsident zeigte sich am Abend zuversichtlich, dass sein Gaza-Friedensplan bald umgesetzt werden kann. "Wir haben enorme Fortschritte gemacht", sagte der Republikaner in Washington und wiederholte damit ähnliche Aussagen aus den Vortagen. "Alle sind auf unserer Seite, um diesen Deal abzuschließen. So etwas hat es noch nie gegeben, niemand hat je so etwas gesehen", fügte er hinzu. Es gebe kein Land, das sich dagegen stelle. "Alle wollen, dass es passiert – sogar, denke ich, die Hamas", sagte Trump.
Er habe mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gesprochen, der sich stark für eine Einigung einsetze und bei der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas ebenso hohes Ansehen genieße wie Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien, führte Trump aus. Auch aus dem Iran habe es ein "sehr starkes Signal" gegeben.
Quelle: ntv.de, mau/AFP/dpa

