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Nach Kalifornien und Texas: Nächster US-Bundesstaat steigt ins Wahlkreis-Wettrüsten ein

August 30
17:45 2025

Politik

Seit Januar Gouverneur von Missouri: Mike Kehoe.

Seit Januar Gouverneur von Missouri: Mike Kehoe.

Vor den Kongresswahlen im kommenden Jahr versuchen die beiden großen Parteien, ihre Chancen zu maximieren. Wahlkreise werden neu und parteiisch zugeschnitten. Mit Missouri geht nun ein dritter Bundesstaat diesen Schritt – unter Applaus von Präsident Trump.

Nach Texas und Kalifornien hat auch der US-Bundesstaat Missouri angekündigt, seine Wahlkreise im Vorfeld der Zwischenwahlen im kommenden Jahr neu zuzuschneiden. "Heute fordere ich das Parlament auf, Maßnahmen zur Neueinteilung der Kongressbezirke und zur Reform der Initiativanträge zu ergreifen, um sicherzustellen, dass unsere Bezirke und unsere Verfassung die Werte von Missouri wirklich in den Vordergrund stellen", erklärte der republikanische Gouverneur Mike Kehoe in einer Videobotschaft auf X.

Die entsprechende Sondersitzung der Legislative soll am kommenden Mittwoch beginnen. Kehoe veröffentlichte bereits einen Vorschlag für eine Neueinteilung der Wahlkreise. Diese würde vor allem einen bisher von einem Demokraten vertretenen Wahlbezirk betreffen. "Die konservativen, auf gesundem Menschenverstand basierenden Werte von Missouri, die in Glaube, Familie und Freiheit verwurzelt sind, sollten auf allen Regierungsebenen – auf lokaler, bundesstaatlicher und föderaler Ebene – wahrhaftig vertreten sein, denn bei der Vertretung geht es nicht nur um Bezirke und Linien auf einer Landkarte."

Der republikanisch dominierte Bundesstaat strebt mit der Umgestaltung der Wahlkreise an, mindestens einen weiteren Kongresssitz für die Trump-Partei für die Kongresswahlen im November 2026 herauszuschlagen. Der US-Präsident hatte bereits in der vergangenen Woche auf Truth Social für einen entsprechenden Schritt in Missouri geworben. "Der große Staat Missouri ist jetzt dabei. Ich bin nicht überrascht. Es ist ein großartiger Staat mit fabelhaften Menschen … Wir werden die Zwischenwahlen in Missouri wieder gewinnen, größer und besser als je zuvor", so Trump.

Trump feiert neue Wahlkreiskarte

Die von Kehoe vorgeschlagenen Veränderungen stoßen bei ihm wenig überraschend auf Zustimmung. Die neue Karte sei "viel fairer und deutlich verbessert", schrieb der US-Präsident auf seiner Social-Media-Plattform. Das sei ein "großer Sieg" für die "America First"-Agenda und werde es den Bürgern in Missouri ermöglichen, einen weiteren "Make America Great Again"-Republikaner in den Kongress nach Washington zu schicken. Derzeit besteht die Kongressdelegation aus dem Bundesstaat aus sechs Republikanern und zwei Demokraten.

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Das von Trump im vergangenen Jahr mit fast 60 Prozent gewonnene Missouri reiht sich mit dem Schritt ein in eine Reihe von Bundesstaaten, die zum "Gerrymandering" greifen. Ausgangspunkt war eine Aufforderung Trumps an Texas, die dortigen Wahlkreise neu zuzuschneiden.

Nach erheblichen Protesten der dortigen Demokraten unterzeichnete der Gouverneur am Freitag ein entsprechendes Gesetz. Dieses könnte den Republikanern bis zu fünf weitere Sitze bei den anstehenden Wahlen geben.

Kalifornier müssen über "Gerrymandering" abstimmen

Im Gegenzug brachte auch das vom demokratischen Gouverneur Gavin Newsom regierte Kalifornien einen entsprechenden Schritt auf den Weg. Dieser wurde damit begründet, die Gewinne der Republikaner in Texas auszugleichen. Die neue Wahlkreiskarte in dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat muss allerdings im November noch von der Bevölkerung in einer Sonderabstimmung abgesegnet werden.

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Neben den drei Bundesstaaten gab es unter anderem auch aus Florida, Maryland, Illinois und New York die Ankündigung, einen entsprechenden Schritt in Erwägung zu ziehen. Derzeit haben die Republikaner im Repräsentantenhaus in der US-Hauptstadt eine knappe Mehrheit von nur wenigen Sitzen. Für die Demokraten bietet sich hier – im Vergleich zum ebenfalls mit einer republikanischen Mehrheit versehenen Senat – die größte Chance, die Trump-Agenda im zweiten Teil seiner Amtszeit auszubremsen.

Quelle: ntv.de, lme

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