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Noch “hypothetischer Fall”: Junge Union will Beteiligung an europäischer Ukraine-Truppe

August 21
09:25 2025

Politik

Womöglich bald nicht nur in Litauen, sondern auch in der Ukraine: die Bundeswehr.

Womöglich bald nicht nur in Litauen, sondern auch in der Ukraine: die Bundeswehr.

Der Chef der Jungen Union sieht eine klare Verantwortung bei Deutschland. Das Land müsse sich an einer europäischen Schutztruppe für die Ukraine beteiligen. Doch der Wehrbeauftragte Henning Otte warnt: Ohne mehr Soldaten bleibt das ein Wunschtraum.

In der Debatte um Sicherheitsgarantien für die Ukraine hält der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, eine deutsche Beteiligung an einer europäischen Schutztruppe im Ernstfall für zwingend. "Wir können doch nicht auf der einen Seite sagen, dass unsere Abhängigkeit vom US-Militär reduziert und Europa endlich erwachsen werden muss, und auf der anderen Seite die Verantwortung verweigern, wenn es zum ersten Mal konkret wird", sagte Winkel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Zwar handele es sich noch um einen "hypothetischen Fall", sagte Winkel und äußerte Zweifel, dass Russland wirklich an ernsthaften Friedensverhandlungen interessiert sei. "Sollte es aber dazu kommen, muss Deutschland bereit sein, Truppen in die Ukraine zu entsenden", betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete.

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Musterung aller jungen Männer

Der CDU-Verteidigungsexperte Henning Otte, hält vor einer möglichen Beteiligung der Bundeswehr an einer europäischen Schutztruppe für die Ukraine eine personelle Aufstockung der Soldaten für dringend nötig. Bevor "weitere Aufträge und Missionen an die Truppe gegeben werden, muss der Personalkörper dringend aufgebaut werden. Wir brauchen mehr Soldatinnen und Soldaten", sagte Otte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch er betonte, dass es sich derzeit noch um eine hypothetische Debatte handele.

Zuvor äußerte Otte im Deutschlandfunk bereits Zweifel daran, ob das auf Freiwilligkeit beruhende Wehrdienstmodell, das voraussichtlich kommende Woche vom Bundeskabinett verabschiedet werden soll, zu einer ausreichenden personellen Stärkung führen werde. "Ich erwarte, dass verpflichtende Elemente nach und nach scharfgestellt werden können", sagte Otte. So müsse die Musterung aller jungen Männer zu dem Modell dazugehören. Von dem aktuell anvisierten Ziel, die Bundeswehr von derzeit knapp 182.000 auf 260.000 aktive Soldaten zu vergrößern, sei die Truppe noch "weit entfernt", sagte der CDU-Politiker.

Quelle: ntv.de, mbr/AFP

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