Umstrittene Feierlichkeiten: Trump eröffnet Militärparade – Zehntausende bei landesweiten Gegenprotesten
Politik

Ein mittlerweile seltenes Bild: Melania Trump (r.) neben ihrem Mann Donald.
Für Kritiker ist es nur ein weiterer Beweis dafür, dass die USA in eine Autokratie abgleiten: Donald Trump salutiert in Washington bei einer Militärparade, Panzer rollen durch die Hauptstadt. Derweil protestieren landesweit Zehntausende Menschen gegen den Republikaner.
US-Präsident Donald Trump hat die von ihm gewünschte Militärparade zum 250. Jahrestag der Gründung der US-Armee eröffnet. Trump betrat in Begleitung seiner Frau Melania eine riesige Bühne vor dem Weißen Haus. Anschließend wurden Salutschüsse abgefeuert und die US-Nationalhymne erklang.
Rund 6000 Soldaten, 50 Hubschrauber und 150 Panzer sollen an dem in den USA unüblichen Spektakel teilnehmen. Das Datum der Parade fällt mit Trumps 79. Geburtstag zusammen.
05:17 min Navidi 13.06.25 Navidi zu Umgang mit Iran-Konflikt Trumps Leute wollen "Öffentlichkeit von Fährte weglenken"
Zehntausende Menschen versammelten sich derweil zu landesweiten Protesten gegen Trump unter dem Motto "No Kings" ("Keine Könige"). Die Demonstrationen fanden in der Hauptstadt Washington und Hunderten weiteren US-Städten statt.
Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit den Wunsch nach einer großen Militärparade geäußert, nachdem er in Paris die Parade zum französischen Nationalfeiertag verfolgt hatte. Im Vorfeld der Veranstaltung sagte er, die USA könnten dabei "ein bisschen angeben". Demonstranten drohte Trump mit "sehr hartem Vorgehen", falls sie versuchen, die Veranstaltung zu stören.
Schützenpanzer, Raketenwerfer und andere Fahrzeuge bei der Militärparade.
(Foto: AP)
Überschattet wurde die Militärparade von dem Attentat auf Politiker der Demokratischen Partei im US-Bundesstaat Minnesota. Ein bewaffneter Angreifer tötete dort nach Behördenangaben die Abgeordnete Melissa Hortman, Mitglied des Abgeordnetenhauses in dem Bundesstaat, und ihren Mann in deren Haus. Auf ein Mitglied des Senats von Minnesota, John Hoffman, und seine Frau feuerte er demnach in deren Haus "zahlreiche Schüsse" ab, beide wurden verletzt. Der Mann war Stunden nach der Tat weiter flüchtig.
Quelle: ntv.de, rog/AFP

