Donald Trump begibt sich nach Corona-Infektion in Krankenhaus
Icon: vergrößernDonald Trump (Archivbild): "Nur leichte Symptome"
Foto: Carolyn Kaster / AP
Nach seiner Infektion mit dem Coronavirus wird US-Präsident Donald Trump ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda nördlich von Washington gebracht. Das Weiße Haus teilte mit, Trump werde die nächsten Tage aus den Büroräumen des Präsidenten in dem Krankenhaus arbeiten. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme auf Empfehlung der Ärzte.
Wie seine Pressesprecherin Kayleigh McEnany mitteilte, habe Trump den Tag über durchgearbeitet, fühle sich soweit gut und habe nur leichte Symptome. Trump schätze die Unterstützung für ihn und seine Ehefrau Melania, so McEnany in einer Presseerklärung weiter.
Trumps Arzt Sean Conley hatte in der Nacht zu Freitag verkündet, dass der 74 Jahre alte Präsident und Melania Trump positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Trump schrieb auf Twitter: "Wir werden unsere Quarantäne und Erholung sofort beginnen. Wir werden das GEMEINSAM durchstehen."
Rund einen Monat vor der Wahl in den USA zwingt die Infektion Trump auch dazu, seine persönlichen Wahlkampfauftritte auszusetzen. Trumps Wahlkampfchef Bill Stepien teilte mit, alle bereits angekündigten Wahlkampfveranstaltungen unter Teilnahme des Republikaners würden entweder verschoben oder online abgehalten. Trump-Herausforderer Joe Biden von den US-Demokraten setzt seinen Wahlkampf dagegen fort. Ein Corona-Test des Demokraten viel negativ aus. Die Präsidentschaftswahl findet am 3. November statt.
Trump hatte am Samstag und in den kommenden Tagen Wahlkampfauftritte in den Bundesstaaten Florida, Wisconsin und Arizona geplant. Ungeachtet der Coronavirus-Pandemie hatte er in den vergangenen Wochen Wahlkampfauftritte teils vor Tausenden Anhängern absolviert, bei denen er stets ohne Maske auftrat.
Trumps Wahlkampfteam teilte mit, Veranstaltungen mit Mitgliedern der Trump-Familie würden ebenfalls verschoben. Bei allen anderen Veranstaltungen werde im Einzelfall entschieden, ob sie stattfinden. Vizepräsident Mike Pence plane, seine Wahlkampfveranstaltungen wieder aufzunehmen. Auch Pence war nach Angaben seines Arztes Jesse Schonau negativ auf das Coronavirus getestet worden.
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