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Sechs Tote in Afghanistan: IS bekennt sich zu Schüssen auf Touristen

May 20
04:48 2024

Politik

Ein Taliban bewacht die Ruinen der Buddha-Statuen in der Provinz Bamijan, wo die Touristen erschossen wurden.

Ein Taliban bewacht die Ruinen der Buddha-Statuen in der Provinz Bamijan, wo die Touristen erschossen wurden.

Mit einem Maschinengewehr feuert ein Angreifer in einem afghanischen Naturpark auf westliche Touristen. Drei Spanier und drei afghanische Begleiter sterben. Nun bekennt sie der Islamische Staat zu der Tat. Man habe Christen treffen wollen.

Nach einem Schusswaffenangriff auf eine Touristengruppe in Afghanistan mit sechs Toten hat sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat zu der Tat bekannt. Ihre Kämpfer hätten am Freitag "in der Bergstadt Bamijan mit Maschinengewehren auf christliche Touristen und ihre schiitischen Begleiter geschossen", erklärte die Gruppe am Abend im Onlinedienst Telegram.

Sie hätten einen "Bus mit Touristen angegriffen, die Bürger der Koalitionsländer sind", hieß es mit Blick auf die von den USA angeführte Koalition, die in der Region den IS bekämpft. Der Anschlag stehe im Einklang mit den Anweisungen der IS-Führung, Staatsangehörige der Koalitionsländer anzugreifen, hieß es weiter.

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Bei dem Angriff wurden drei Spanier und drei Einheimische getötet, mehrere Menschen aus Spanien, Litauen, Norwegen, Australien und Afghanistan wurden verletzt. Die Reisegruppe wurde am Freitag beim Einkaufen auf einem Basar in Bamijan, etwa 180 Kilometer von der Hauptstadt Kabul entfernt, beschossen. Sieben Verdächtige wurden festgenommen, teilte die Taliban-Regierung in Kabul kurz nach der Tat mit.

Angreifer war wegen der Ausländer da

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Die französische Touristin Anne-France Brill, die den Angriff überlebte, erklärte, ein bewaffneter Mann habe sich den Fahrzeugen der Gruppe genähert und das Feuer eröffnet. "Überall war Blut", sagte die 55-Jährige der Nachrichtenagentur AFP. Sie sei sich sicher, dass der Angreifer "wegen der Ausländer" da war.

In Bamijan standen einst riesige Buddha-Statuen, die jedoch 2001 von den radikalislamischen Taliban zerstört wurden. Dennoch ist die Stadt weiter eines der beliebtesten Touristenziele des Landes. Wegen der instabilen Lage in Afghanistan und der Gefahr von Angriffen durch bewaffnete Gruppen wie die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat warnen viele westliche Länder grundsätzlich vor Reisen nach Afghanistan, darunter auch Deutschland.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

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