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News zum Russland-Ukraine-Krieg: Das geschah in der Nacht zu Mittwoch (30. August)

August 30
06:09 2023

Was in den vergangenen Stunden geschah

Russland hat einen Drohnenangriff auf einen Flughafen in der westrussischen Stadt Pskow gemeldet. »Das Verteidigungsministerium wehrt einen Drohnenangriff auf den Flughafen von Pskow ab«, schrieb der Gouverneur von Pskow, Michail Wedernikow, auf Telegram. Ersten Berichten zufolge habe es keine Verletzten gegeben. Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete unter Berufung auf Rettungskräfte, auf dem Militärflugplatz seien mehrere Transportflugzeuge vom Typ Il-76 beschädigt worden.

»Infolge des Drohnenangriffs wurden vier Il-76-Flugzeuge beschädigt. Ein Feuer brach aus und zwei Flugzeuge gingen in Flammen auf«, berichtet Tass. Videos, die von russischen Medien veröffentlicht wurden, zeigen dichten schwarzen Rauch, der über dem Flughafen aufsteigt. Sie berufen sich auf Berichte von Anwohnern, die Explosionen und Schüsse gehört haben wollen. In Berichten auf Telegram hieß es, rund um die Stadt seien Flugabwehrsysteme im Einsatz.

Pskow liegt rund 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, die Region grenzt an die EU-Mitgliedstaaten Lettland und Estland.

Das sagt Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bürger und Bürgerinnen seines Landes zum Gedenken an die getöteten Soldaten aufgerufen. »Viele Ukrainer haben heute jemanden, an den sie sich erinnern, jemanden, den sie ehren«, sagte er in seiner Abendansprache am Dienstag, der in der Ukraine als Tag der Verteidiger begangen wird.

»Viele von uns waren heute in Gedanken bei ihren Angehörigen, Verwandten und Freunden, die sich derzeit im Krieg befinden. Diejenigen, die jeden Tag, jede Stunde ihr Leben für die Ukraine riskieren.« Der Tag sei eine »Mahnung für unser ganzes Land«. Um des großen Leides willen solle jeder sich für die Ukraine einsetzen, sich um seinen Nächsten kümmern. »Die Ukraine muss siegen. Das ist für alle das Wichtigste«, sagte Selenskyj in dem Video.

Die genauen Verluste der Ukraine an Menschen durch den von Russland begonnenen Krieg sind nicht bekannt. Die Zahl der getöteten Soldaten wird geheim gehalten. Doch nach Schätzungen sind sowohl Zehntausende Soldaten wie Zehntausende Zivilisten getötet worden. Im Land gibt es Millionen Binnenflüchtlinge, weitere Millionen sind ins Ausland geflüchtet.

Die ukrainische Armee macht nach eigenen Angaben bei ihrem Vorstoß an der südlichen Front weitere Fortschritte. »Wir drängen den Feind zurück«, schrieb der Kommandeur der im Gebiet Saporischschja eingesetzten Truppen, Brigadegeneral Oleksander Tarnawskyj, am Dienstag auf seinem Telegram-Kanal.

Einzelheiten nannte er nicht, doch haben ukrainische Truppen mit der Eroberung des Ortes Robotyne eine erste starke russische Verteidigungslinie durchbrochen. Sie greifen nach übereinstimmenden Berichten nun die nächste russische Linie an, die den Weg in die besetzten Städte Tokmak und Melitopol versperrt. Ziel ist, das etwa 90 Kilometer entfernte Asowsche Meer zu erreichen und die russischen Truppen voneinander abzuschneiden.

Die ihm unterstellte Artillerie habe an einem Tag etwa 1200 Feuerbefehle ausgeführt, schrieb Tarnawskyj – ein Hinweis auf schwere Artilleriegefechte. Ukrainische Truppen setzten im Frontabschnitt Melitopol ihre Offensive fort, festigten erreichte Positionen und schalteten feindliche Artilleriestellungen aus, wie es im Abendbericht des Generalstabs in Kiew hieß. Die Angaben der Militärs sind meist nur mit Verzögerung zu überprüfen, wenn Experten Fotos oder Videos von der Front analysieren können.

Das sagt Moskau

Russische Truppen haben nach Angaben aus Moskau vier ukrainische Militärschiffe im Schwarzen Meer zerstört. Ein Flugzeug »zerstörte gegen Mitternacht Moskauer Zeit (23.00 MESZ) vier Hochgeschwindigkeits-Militärschiffe« mit »bis zu 50 Soldaten« einer Spezialeinheit an Bord, erklärte das russische Verteidigungsministerium im Onlinedienst Telegram. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Waffenlieferungen an die Ukraine

Die USA haben am Dienstag weitere Militärhilfen für die Ukraine im Umfang von 250 Millionen Dollar (231 Millionen Euro) angekündigt. Das Verteidigungsministerium in Washington teilte mit, das Hilfspaket umfasse Ausrüstung zur Beseitigung von Minen und Panzersperren sowie Raketen zur Luft- und Panzerabwehr und mehr als drei Millionen Patronen für Handfeuerwaffen. Die Unterstützung werde der Ukraine helfen, »Russlands anhaltenden Angriffskrieg auf dem Schlachtfeld zu kontern und ihre Bevölkerung zu schützen«, erklärte das Pentagon.

Der ukrainische Präsident Selenskyj erklärte im Onlinedienst X (vormals Twitter), er sei der »US-Bevölkerung, dem Kongress und Präsident Joseph Biden persönlich dankbar für das neue Verteidigungspaket«. »Artillerie, Raketen, Munition für die Himars(-systeme), das ist es, was unsere Krieger brauchen«, fügte er hinzu.

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