IAA: Hohe Rabatte bei Verbrennern, Preisschock bei E-Autos
Unmittelbar vor der Autoschau IAA in München haben viele Hersteller bei ihren Verbrennermodellen höhere Kaufanreize gesetzt. Das geht aus einer Marktstudie des Duisburger CAR-Instituts hervor. Die 30 gefragtesten Modelle wurden demnach im August mit einem durchschnittlichen Preisnachlass von 17,8 Prozent angeboten, dem höchsten Rabatt seit zwei Jahren. Hingegen haben die Hersteller ihre Rabatte für E-Autos innerhalb eines Monats von 9,3 Prozent auf 8,7 Prozent der Listenpreise zurückgefahren.
Laut der Studie droht bei E-Autos zudem ein Preisschock, weil der deutsche Staat zum Jahreswechsel seine Subventionen kürzt. Nur noch 3000 statt 4500 Euro »Umweltprämie« gibt es ab dem 1. Januar 2024 für Privatkäufer kleinerer E-Autos, was viele Hersteller wegen ihrer langen Lieferfristen bereits in ihre aktuellen Angebote einrechnen. Unternehmen können bereits ab dem 1. September 2023 gar keine Umweltprämie mehr für ihre Neuwagenkäufe erhalten.
Derzeit sei zwar unter anderem der VW-Konzern noch in der Lage, bestimmte Modelle innerhalb dieses Jahres zu den alten, günstigeren Förder-Konditionen zu liefern. Doch schon bald dürfte Tesla nach Einschätzung des Studienleiters Ferdinand Dudenhöffer eine neue Preissenkungsrunde einläuten, was wiederum zu deutlichen Gewinneinschnitten insbesondere bei den deutschen Herstellern führen werde. Gemessen an den Kaufanreizen müssten sich die Konsumenten derzeit ohnehin auf die herkömmlichen Verbrennermodelle konzentrieren.

