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Donald Trump: Ex-Präsident stellt sich den Behörden in Atlanta

August 25
03:35 2023

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat sich nach einer Anklage wegen versuchten Wahlbetrugs im Gefängnis im Bundesstaat Georgia den Behörden gestellt. Sein Privatjet war um 19.03 Uhr (Ortszeit) gelandet. Er erreichte das Bezirksgefängnis in Atlanta gegen 19.30 Uhr (1.30 Uhr MESZ). Nach kaum mehr als 20 Minuten war der Termin bereits beendet.

Im Gefängnis musste der republikanische Präsidentschaftsbewerber das formale Prozedere, das einer Anklage folgt, über sich ergehen lassen. Dazu gehört die Aufnahme seiner Personalien. Auch ein Polizeifoto und Fingerabdrücke sollten von Donald Trump dokumentiert sein. Allerdings hatte es laut seinem Lager bis zuletzt Verhandlungen über das Foto gegeben. Um kurz vor 20 Uhr meldete Fulton County Sheriff Patrick Labat, dass die Aufnahme gemacht wurde. Trump erhielt im System die Inmate Number P01135809.

Schon vor dem Termin zeichnete sich ab, dass dieser »mugshot« von Unterstützern wie Gegnern gleichermaßen im angelaufenen Wahlkampf verwendet werden dürfte. »Wir wollen es auf T-Shirts drucken«, sagte eine Trump-Anhängerin vor dem Gerichtsgebäude. »Es wird weltweit verbreitet. Das Bild wird beliebter werden als die Mona Lisa.« Die Behörden in den drei anderen Verfahren hatten auf ein Polizeifoto verzichtet.

Trump bleibt auf Kaution frei

Trump kann Atlanta nach dem Prozedere aber wieder verlassen und bleibt gegen eine Kaution von 200.000 Dollar frei. Dass der Republikaner anders als bei vorherigen Anklagen nicht vor Gericht, sondern in einem Gefängnis erscheinen muss, hat zumindest visuell eine neue Qualität. Trump wurde mit 18 weiteren Beschuldigten wegen seiner Versuche angeklagt, den Ausgang der Präsidentenwahl 2020 in Georgia zu beeinflussen.

Der Politiker muss sich in den Gerichtsverfahren insgesamt 91 verschiedenen Anklagepunkten stellen. Er bestreitet weiter jegliches Fehlverhalten.

Bevor er sich aus seinem Golfclub in New Jersey auf den Weg nach Atlanta machte, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit, dass er sich bereit mache – und wetterte erneut gegen die Justiz. Die Ermittlungen gegen ihn bezeichnete er wiederholt als »Hexenjagd«.

Der Republikaner wurde in diesem Jahr bereits in vier Fällen strafrechtlich belangt. Trump, der erste ehemalige US-Präsident, der jemals angeklagt wurde, ist Spitzenreiter im Rennen um die Nominierung der Republikaner, die bei den US-Wahlen 2024 gegen den demokratischen Präsidenten Joe Biden antreten wollen.

Trump ist nicht der erste der Angeklagten, der sich stellt. Auch sein ehemaliger Anwalt Rudy Giuliani, hat sich bereits den Behörden gestellt. Der frühere Bürgermeister von New York erschien am Mittwoch im Gefängnis des Landkreises Fulton County in der Großstadt Atlanta für eine erkennungsdienstliche Behandlung. Anschließend wurde er gegen eine Kaution von 150.000 Dollar auf freien Fuß gesetzt. Trumps früherer Stabschef im Weißen Haus, Mark Meadows, stellte sich am Donnerstagabend.

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