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Brandbrief: Zwei Lehrkräfte aus Burg wollen nach rechten Anfeindungen Schule verlassen

July 12
21:16 2023

Zwei Lehrkräfte machten rechtsextreme Vorfälle an ihrer Schule im brandenburgischen Burg öffentlich – rund drei Monate später wollen sie die Schule nun verlassen. Der Lehrer Max Teske bestätigte der Deutschen Presse-Agentur entsprechende Medienberichte, nach denen er und seine Kollegin Laura Nickel auch wegen Anfeindungen aus der rechten Szene gehen wollen.

Nickel und Teske hatten im April auf rechtsextreme Vorfälle an ihrer Schule aufmerksam gemacht und damit eine bundesweite Debatte ausgelöst. Die Lehrkräfte schilderten damals in einem anonymen Schreiben, sie seien an der Schule im Spreewald täglich mit Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert. Beide sollen in diesem Jahr den »Preis für Zivilcourage gegen Antisemitismus, Rechtsradikalismus und Rassismus« bekommen.

Im Juni hatte Teske gesagt, die Situation an der Schule habe sich auch nach dem Bekanntwerden der Vorfälle nicht verändert. Das Kollegium sei tief gespalten, Lehrkräfte grüßten ihn und seine Kollegin zum Teil nicht mehr. Weiter sagte er, dass er und seine Kollegin wegen ihres Engagements auch mit Übergriffen rechneten.

Bildungsminister Steffen Freiberg (SPD) verwies auf die Unterstützung des Landes für die Lehrkräfte und die Schule in Burg. Seine Kenntnis sei, dass Versetzungsanträge gestellt wurden. Er kommentiere aber keine einzelnen Personalangelegenheiten. »Wir haben uns in jeder Hinsicht vor die Kolleginnen und Kollegen gestellt«, sagte Freiberg. Das Land habe sich über das Staatliche Schulamt und zwei Schulräte seit dem Bekanntwerden der Vorfälle um die Schule gekümmert.

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