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SpaceX: “Crew Dragon” erfolgreich von Cape Canaveral gestartet

May 30
23:08 2020
Start von SpaceX-Rakete am Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida Icon: vergrößern

Start von SpaceX-Rakete am Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida

David J. Phillip/ AP

Die erste SpaceX-Rakete mit zwei amerikanischen Astronauten an Bord ist erfolgreich vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet. Die Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley starteten um 21.22 Uhr (deutsche Zeit) ins All. Der Start hätte bereits am Mittwoch durchgeführt werden sollen, war jedoch wetterbedingt verschoben worden.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa teilte auf Twitter ein Video des Starts. Es ist das erste Mal seit neun Jahren, dass von dem Weltraumbahnhof in Florida wieder eine bemannte Mission startet.

Auch der jetzige Start war alles andere als sicher. Experten hatten die Chancen auf eine Durchführung der Mission auch am Samstag wetterbedingt zunächst wieder auf nur etwa 50 Prozent geschätzt. Etwa eine Stunde vor dem Start verbesserte sich die Lage jedoch, die Startwahrscheinlichkeit wurde mit 70 Prozent angegeben.

Bis der 49-Jährige Behnken und der 53-Jährige Hurley an der Internationalen Raumstation ISS in 400 Kilometer Höhe andocken können, wird es aber noch etwa 19 Stunden dauern. Die Kapsel "Crew Dragon" kann das Manöver automatisch durchführen – im Notfall können die Astronauten jedoch auch manuell steuern.

Für die USA ist der erfolgreiche Start auch von strategischer Bedeutung: "Crew Dragon" soll das Ende der amerikanischen Abhängigkeit von russischen "Sojus"-Kapseln besiegeln. Mit diesen Raumschiffen hatte das Nasa-Personal mangels eigener Technik seit 2011 vom kasachischen Baikonur in den Orbit fliegen müssen.

Durch die Kooperation mit SpaceX, dem Raumfahrtdienstleistungsunternehmen von Elon Musk, sollen die Flüge ins All für die Amerikaner zudem günstiger werden. Ein Sitz in einer Kapsel der Russen hatte die USA zuletzt rund 90 Millionen Dollar gekostet, ein Platz in der "Crew Dragon" schlägt dagegen laut Nasa nur mit etwa 55 Millionen Dollar zu Buche.

Icon: Der Spiegel

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