Nachrichten in der Welt


Nachrichten der Welt

Ukraine-Russland-News am Freitag: Russische Truppen versuchen laut Kiew Bachmut einzukreisen

March 04
06:09 2023

Kreml-Truppen wollten Bachmut umzingeln, warnt der ukrainische Generalstab. Die Angriffe seien aber abgewehrt worden. Und: Die USA versprechen Kiew neue Militärhilfe in Höhe von 400 Millionen Dollar. Die News im Überblick.

Nato-Oberbefehlshaber: Ausmaß des Ukraine-Krieges unglaublich

23.19 Uhr: Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine muss sich die Nato nach den Worten ihres Oberbefehlshabers in Europa auf eine neue Realität einstellen. Das Ausmaß dieses Krieges sei unglaublich, sagte General Christopher Cavoli als Ehrengast auf dem traditionellen Matthiae-Mahl im Hamburger Rathaus. Russland habe bislang mehr als 2000 große Kampfpanzer verloren. Mehr als 200.000 russische Soldaten und über 1800 Offiziere seien gefallen oder verwundet worden. Pro Tag verschieße die russische Armee im Schnitt über 23.000 Artilleriegeschosse.

Wenn es für die Nato hart auf hart komme, müsse »harte Kraft« ein Argument sein. »Wenn der andere mit einem Panzer kommt, sollte man auch einen Panzer haben«, sagte Cavoli. Eine Lehre aus dem Kalten Krieg sei jedoch, dass es auf die Präzision der Waffen ankomme. Außerdem sei die Produktionskapazität der Rüstungsindustrie wichtig. Einen Krieg gewinne der, der am schnellsten produzieren könne.

Der Nato-General betonte zugleich die Bedeutung der zivilen Führung: »Aus diesem Konflikt haben wir gelernt, dass die zivile Führung absolut essenziell ist.« Sie könne die Nation mobilisieren und die Partner inspirieren.

Selenskyj: Russland wird sich für Krieg verantworten müssen

22.21 Uhr: Die russische Staats- und Militärführung wird sich nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eines Tages für den Angriffskrieg gegen die Ukraine verantworten müssen. Dies sei zentrales Thema einer internationalen Konferenz am Freitag in Lwiw gewesen, an der auch Vertreter der EU und anderer europäischer Institutionen beteiligt waren, sagte Selenskyj in seiner allabendlichen Videoansprache.

Zentrales Thema sei »die Verantwortung Russlands und seiner Führung – die persönliche Verantwortung – für Aggression und Terror gegen unser Land und unser Volk« gewesen, betonte Selenskyj. »Und wenn sie zur Rechenschaft gezogen werden, wird die Gerechtigkeit wiederhergestellt werden.«

Die Ukraine bemüht sich seit Monaten, mit ihren Unterstützern einen internationalen Gerichtshof nach dem Vorbild des Nürnberger Tribunals für Nazi-Kriegsverbrecher zu bilden, vor dem sich führende Vertreter Moskaus für den Krieg gegen das Nachbarland verantworten sollen. Nach Selenskyjs Angaben befassten sich am Freitag Generalstaatsanwälte und Justizminister aus verschiedenen Ländern in Lwiw mit diesem Thema.

US-Justizminister Merrick Garland besucht die Ukraine

20.55 Uhr: Der Justizminister der Vereinigten Staaten ist zu einem Besuch im westukrainischen Lwiw eingetroffen. Dort besuchte Merrick Garland eine Konferenz, an der unter anderem auch Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie der ukrainische und der polnische Generalstaatsanwalt teilnahmen.

Garland habe mehrere Treffen besucht, hieß es laut »USA Today« aus seinem Ministerium, und dabei die »Entschlossenheit bekräftigte, Russland für Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen, die es bei seiner ungerechten und unprovozierten Invasion gegen seinen souveränen Nachbarn begangen hat«. Aus Sicherheitsgründen sei die Reise im Vorfeld nicht bekannt gegeben worden.

Russische Truppen wollen offenbar Bachmut einkreisen

19.45 Uhr: Russische Truppen greifen weiter die ostukrainische Stadt Bachmut an. »Der Feind ist weiterhin bemüht, die Stadt einzukreisen«, teilte der ukrainische Generalstab am Abend in seinem täglichen Lagebericht mit. Eine Serie von Angriffen an verschiedenen Schwerpunkten rund um Bachmut sei von den ukrainischen Verteidigern abgewehrt worden.

Das russische Militär versucht schon seit Wochen, die Stadt zu erobern. Der Chef der dort eingesetzten russischen Söldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, hatte am Vormittag behauptet, seine Kämpfer hätten die Stadt fast vollständig eingekesselt. Der Ukraine-Korrespondent der »Financial Times« Christopher Miller veröffentlichte am Nachmittag jedoch auf Twitter angeblich aktuelle Bilder , die den ukrainischen Generaloberst Oleksandr Syrskyj in Bachmut zeigen sollen. Demnach gibt es also weiterhin Straßen in die Stadt, die von ukrainischen Truppen kontrolliert werden.

Neueste Beiträge

5:15 “Falsche” Berichte zu Iran-Krieg: US-Sendern droht Entzug der Lizenz

0 comment Read Full Article