Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj drängt auf Kampfpanzer, Polen will wohl Kiews Truppen an Leopard ausbilden
Der ukrainische Präsident Selenskyj hält die Lieferung von Leopard-2-Panzern an sein Land für unausweichlich. Laut seinem Verteidigungsminister soll das Militär schon jetzt darauf geschult werden. Die jüngsten Entwicklungen.
Das sagt Kiew
Auf der Ukraine-Konferenz auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Ramstein bekam Präsident Wolodymyr Selenskyjkeine Zusage für deutsche Leopard-2-Panzer – nun will Selenskyj weiter dafür kämpfen. Er habe bei den Gesprächen viel Verständnis für die Erfordernisse der von Russland angegriffenen Ukraine gehört, sagte Selenskyj in seiner allabendlichen Videobotschaft. »Ja, wir werden noch kämpfen müssen um die Lieferung moderner Panzer, aber mit jedem Tag machen wir es noch offenkundiger, dass es keine Alternative gibt zu der Entscheidung für Panzer.« Selenskyj sagte, notwendig seien auch Raketen mit größeren Reichweiten, um ukrainische Gebiete zu befreien.
Auch der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow sagte nach einem Treffen mit seinem neuen deutschen Kollegen Boris Pistorius, dass die Gespräche über die Leopards 2 fortgesetzt würden. Er dankte der deutschen Regierung und der Bevölkerung für die Militärhilfe. Gleichzeitig kündigte er an, dass ukrainische Streitkräfte in Polen auf Leopard-2-Kampfpanzern trainieren soll. »Länder, die bereits über Leopard-Panzer verfügen, können mit der Ausbildung unserer Panzerbesatzungen beginnen«, sagte er der ukrainischen Version des US-Senders »Voice of America «. Resnikow bezeichnet die Entwicklung der Ausbildung als Durchbruch und führt den Erfolg auf die Bemühungen Polens zurück.

