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Joe Biden und Kamala Harris: Erster gemeinsamer Auftritt mit Attacken gegen Donald Trump

13 августа
01:56 2020
Joe Biden und Kamala Harris in Wilmington: "Es steht alles auf dem Spiel". Icon: vergrößern

Joe Biden und Kamala Harris in Wilmington: "Es steht alles auf dem Spiel".

Foto: OLIVIER DOULIERY / AFP

Es war ein mit Spannung erwarteter Auftritt, knapp 24 Stunden nach der Bekanntgabe seiner Vize: Zum ersten Mal sind Joe Biden und Kamala Harris zusammen als designierte demokratische Kandidaten für das Weiße Haus vor die Kameras getreten. In Wilmington (in Bidens Heimatstaat Delaware) umrissen beide ihre Vision eines Amerika nach Donald Trump — und gingen mit diesem hart ins Gericht.

"Jammern ist, was Donald Trump am besten kann", sagte Biden bei Auftritt, der nach strengen Social-Distancing-Regeln ablief. Auch hier lieferten die Demokranten einen klaren Kontrast zu den Auftritten des Amtsinhabers.

Biden hatte Harris am Dienstag zum sogenannten Running Mate gemacht. Die 55-Jährige könnte als erste Frau und erste Schwarze Vizepräsidentin der USA werden. Umfragen sehen Biden derzeit vor Trump.

Beim Auftritt in Wilmington legte Biden als erster Redner vor: Er und Harris wollten nach der Wahl das "Schlamassel" beseitigen, das Trump in seiner Amtszeit in den USA und der Welt angerichtet habe. Die Präsidentenwahl im November sei ein lebensverändernder Moment für Amerika, ein Wendepunkt, der den Weg des Landes auf Jahre bestimmen werde, betonte er.

Harris sagte: "Alles, was uns wichtig ist (…), es steht alles auf dem Spiel". Sie fügte hinzu: "Amerika schreit nach Führung." Trump sei ein Präsident, der sich mehr um sich selbst als um die Menschen kümmere, die ihn gewählt hätten. "In nur 83 Tagen haben wir die Chance, eine bessere Zukunft für unser Land zu wählen."

Vor allem der Umgang mit dem Virus war ein Angriffspunkt

Harris verwies auf die Reaktion der USA auf den Ebola-Ausbruch in Westafrika 2014: "Damals haben Barack Obama und Joe Biden ihren Job gemacht". Eine konsequente Reaktion der USA, die auch andere Staaten mitgezogen hatte, hatte damals eine weitere Ausbreitung des Virus verhindert.

"Vergleichen Sie das mit der Lage heute", so Harris. Andere Länder bekämpften das Virus, der amtierende Präsident bewerbe angebliche Wundermittel, die er auf Fox-News gesehen habe. Damit dürfte sie auf die wiederholten Hinweise Trumps auf ein Malariamittel anspielen, das laut Medizinern nicht gegen das Coronavirus hilft.

"Es gibt einen Grund, dass das Virus Amerika so hart trifft: Trump hat das Problem nie ernst genommen", sagte Demokratin weiter. Das Verhalten des Präsidenten sei der Grund, dass alle 80 Sekunden eine Person in Amerika eine Person an den Folgen des Virus sterbe.

Icon: Der Spiegel

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