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Coronavirus News am Sonntag: Die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-CoV-2 und Covid-19

09 августа
09:46 2020
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Foto: Fernando Souza/ dpa

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

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8.18 Uhr: Die Zahl der Todesopfer des Coronavirus ist in Brasilien auf mehr als 100.000 gestiegen. Das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas überschritt diese Marke in der offiziellen Statistik des Gesundheitsministeriums am Samstag. Im Vergleich zum Vortag waren demnach 905 Todesfälle hinzugekommen, womit die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie auf 100.477 stieg. Es kamen zudem 49.970 Neuinfektionen hinzu — seit dem ersten bestätigten Fall in Brasilien Ende Februar steckten sich demnach 3.012.412 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 an.

In den USA sind nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters inzwischen mehr als fünf Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden — rechnerisch einer pro 66 Einwohner. Die Zahl der Toten liegt bei mehr als 160.000, etwa ein Viertel der weltweiten Gesamtzahl.

8.09 Uhr: Der Ärzteverband Marburger Bund hat Bedenken gegen eine Teilzulassung von Zuschauern bei Spielen der Fußball-Bundesliga auch mit Corona-Schutzauflagen. "Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie Fußballfans mit zwei Metern Abstand ein Tor ihrer Mannschaft bejubeln", sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Nachrichtenagentur dpa. Das sei einfach nicht sehr realistisch. "Wenn Fans im Stadion sind, dann wollen sie auch zusammen sein und gemeinsam feiern, was ja menschlich nachvollziehbar ist", sagte die Ärztin und Hygienespezialistin. "Insofern bin ich da eher kritisch."

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatte mehrheitlich — aber nicht einstimmig — ein Konzept für den Fall einer Fan-Rückkehr beschlossen. Dazu gehören ein Alkoholverbot sowie die Streichung der Stehplätze bis 31. Oktober. Bis zum Jahresende sollen zudem keine Gästetickets verteilt werden und Maßnahmen getroffen werden, die eine Nachverfolgung von Infektionsketten möglich machen.

8.03 Uhr: Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Teilen von Paris von Montag an auch im Freien eine Maskenpflicht. Die Vorgabe gelte für alle Menschen ab elf Jahren, teilte die Stadtverwaltung am Samstag mit. Betroffen seien bei Touristen beliebte Orte wie der Hügel Montmartre, die Ufer der Seine und des Canal Saint-Martin sowie Straßenmärkte und Einkaufsmeilen. Insgesamt gilt die Maskenpflicht im Freien in mehr als hundert Straßen in fast allen Bezirken der französischen Hauptstadt.Vor Paris hatten bereits mehrere Städte wie Nizza, Lille und Marseille diesen Schritt vollzogen.

Die Coronakrise hat der französischen Tourismusbranche nach Einschätzung der Regierung Einbußen von mindestens 30 bis 40 Milliarden Euro beschert. Die Einnahmen der Branche stammten in normalen Zeiten zu einem Drittel aus dem internationalen Tourismus, der massiv eingebrochen sei, sagte Tourismus-Staatssekretär Jean-Baptiste Lemoyne dem "Journal du Dimanche".

7.59 Uhr: In Neuseeland ist die Übertragung des Coronavirus in der Bevölkerung dagegen seit hundert Tagen gestoppt. Obwohl seitdem keine Neuansteckungen mehr verzeichnet wurden, warnten die Gesundheitsbehörden am Sonntag vor Nachlässigkeit. Derzeit gibt es nach offiziellen Angaben noch 23 aktive Infektionsfälle im Land. Die Infizierten steckten sich aber nicht in Neuseeland an, sondern wurden bei der Einreise positiv getestet und in Quarantäne-Einrichtungen untergebracht.

7.55 Uhr: China meldet für Samstag lediglich 23 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 84.619. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 4634. Mexiko meldet 6495 Neuinfektionen und damit insgesamt jetzt 475.902 Fälle. 695 weitere Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Todesfälle stieg damit auf 52.006.

7.50 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat eine Überprüfung der bisherigen Maßnahmen gefordert. Auch er sagte: "Wir müssen einen zweiten Lockdown mit aller Macht verhindern. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte der CDU-Politiker: "Nach einem halben Jahr Erfahrung mit dem Virus brauchen wir eine medizinische Einordnung dessen, was falsch gelaufen ist und geändert werden muss." Den Anstieg der Neuinfektionen auf deutlich über 1000 pro Tag nannte Altmaier alarmierend: "Wir müssen diesen Trend abflachen und umkehren, denn es geht um die Gesundheit aller, die Rückkehr der Kinder in die Schulen und den Aufschwung unserer Wirtschaft".

Linken-Chefin Katja Kipping hat sich kritisch dazu geäußert, Corona-Vorschriften mit Härte durchzusetzen. "Ich sehe mit einer gewissen Sorge, dass jetzt unglaublich viel diskutiert wird über Repression und höhere Strafen", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Stattdessen solle die Politik die vielen unterstützen, die sich verantwortlich verhalten wollten. "Wir sollten zum Beispiel erst einmal Masken-Automaten an Bahnhaltestellen aufstellen, bevor wir diejenigen bestrafen, die keine tragen."

7.45 Uhr: Arbeitgeber und Gewerkschaften warnen angesichts der wieder steigenden Infektionszahlen vor einem neuen Lockdown. "Wir haben gelernt, dass bei größeren Infektionsherden nicht alles stillgelegt werden muss", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, der "Bild am Sonntag". "Wir haben gelernt, dass bei größeren Infektionsherden nicht alles stillgelegt werden muss. Da gibt es kleinere Schließungen, Quarantäne und zeitlich begrenzte regionale Reaktionen." sagte Kramer demnach Dies setze aber "verantwortungsvolle Bürger voraus, die nicht demonstrativ ohne Abstand und Mundschutz die Ansteckung in großen Menschenmengen riskieren".

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, stimmte ihm laut dem Bericht zu: "Wenn sich alle an die Hygiene- und Abstandsregeln halten, können wir es hoffentlich ohne einen zweiten Lockdown schaffen."

Icon: Der Spiegel

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