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Coronavirus News am Samstag: Die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-CoV-2 und Covid-19

08 августа
13:01 2020
Bei ausreichendem Abstand zwischen den Schülern brauche es laut des Ärzteverbands Marburger Bund keine Maskenpflicht während des Unterrichts Icon: vergrößern

Bei ausreichendem Abstand zwischen den Schülern brauche es laut des Ärzteverbands Marburger Bund keine Maskenpflicht während des Unterrichts

Foto: Rupert Oberhäuser/ picture alliance

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Experten erwarten Einbruch der argentinischen Wirtschaft

11.23 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie dürfte die ohnehin schon gebeutelte argentinische Wirtschaft noch etwas härter treffen. Laut einer Umfrage der Notenbank des Landes unter 44 Ökonomen wird das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 12,5 Prozent einbrechen. Vor einem Monat waren die Experten noch von einem Minus von zwölf Prozent ausgegangen. Das einst reichste Land Südamerikas hatte sich bereits im Mai zum neunten Mal in seiner Geschichte für zahlungsunfähig erklärt.

Trump verteidigt bei Pressekonferenz Gäste ohne Maske

10.27 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Gäste seines Golfclubs verteidigt, die bei seiner Pressekonferenz in einem geschlossenen Raum trotz der anhaltenden Corona-Pandemie keine Maske trugen. Es gebe Ausnahmen von der Maskenpflicht für "politische Aktivitäten", sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) in seinem Golfclub in Bedminster im Bundesstaat New Jersey.

Mitglieder des Golfclubs waren eingeladen worden, der Pressekonferenz des US-Präsidenten beizuwohnen. Die Gäste wüssten, dass die Medien nur Falschinformationen ("fake news") verbreiteten, ihre Anwesenheit stelle daher einen politischen Protest dar, sagte Trump weiter — unter großem Jubel. Nach Berichten anwesender Journalisten und auf Fotos trugen die meisten Gäste keine Maske.

Die bei Trumps Pressekonferenzen anwesenden Journalisten werden routinemäßig auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Bei den Gästen des Golfclubs wurde nach Angaben mitreisender Journalisten vor der Pressekonferenz gemessen, ob sie Fieber haben.

Der Republikaner Trump wurde lange dafür kritisiert, dass er trotz einer entsprechenden Empfehlung der US-Gesundheitsbehörde CDC bei öffentlichen Auftritten keine Maske über Mund und Nase trug. Das Tragen von Masken wurde dadurch in den USA auch ein Politikum. Inzwischen ist Trump, der für das Wochenende in den exklusiven Golfklub gereist ist, aber einige Male auch mit Maske aufgetreten.

Ärzteverband Marburger Bund: Masken im Unterricht ergeben "überhaupt keinen Sinn"

09.30 Uhr: Der Ärzteverband Marburger Bund hat eine Maskenpflicht im Schulunterricht — wie von Nordrhein-Westfalen vorgesehen — als sinnlos kritisiert. "Wenn alle auf ihren Plätzen sitzen und Abstand sichergestellt ist, macht das Tragen von Masken während der Unterrichtsstunden überhaupt keinen Sinn und wäre eine überflüssige Behinderung", sagte die Bundesvorsitzende Susanne Johna im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Sinnvoll ist die Maske dann, wenn es eng wird, etwa beim Verlassen der Klasse, vor dem Schulkiosk oder auf dem Pausenhof, wenn mehrere Klassen gleichzeitig Pause haben."

Mehrere Länder haben eine Maskenpflicht an Schulen angekündigt — mit einer zumindest vorübergehenden Tragepflicht für weiterführende und berufsbildende Schulen steht NRW aber bislang alleine da. Der Vorstoß hatte eine bundesweite Debatte ausgelöst.

Hausärzteverband kritisiert Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer

09.20 Uhr: Der Deutsche Hausärzteverband übt Kritik an der Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. "Viel zu testen ist an sich vernünftig, die Testpflicht ist aber Aktionismus, von dem ich wenig halte", sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt der "Welt". Die Risikogebiete seien "viel zu pauschal" eingeteilt worden und viele Hausärzte nicht für einen riesigen "Ansturm von Testwilligen" ausgestattet.

Weigeldt bezeichnete es zudem als "absurd", dass Reiserückkehrer dem Arzt glaubhaft machen müssten, tatsächlich im Ausland gewesen zu sein — etwa durch einen Boarding-Pass oder eine Hotelrechnung. "Wir sind Ärzte, die dafür da sind, Menschen zu behandeln und nicht die Außenstelle des Bundesgesundheitsministeriums. Wie soll ich denn auch überhaupt eine Hotelrechnung überprüfen? Wer da wann genau wo gewesen ist?", sagte Weigeldt. "Das ist doch wahnwitzig."

Wer aus Risikogebieten nach Deutschland kommen, muss sich seit diesem Samstag bei der Einreise auf das Coronavirus testen lassen. Alternativ kann ein negatives Testergebnis vorgelegt werden, das nicht mehr als zwei Tage alt ist.

Als Risikogebiete eingestuft sind derzeit die meisten Staaten der Erde, auch die USA oder Brasilien. In der EU hat das Robert Koch-Institut Luxemburg, die belgische Region Antwerpen und einige Regionen Nordspaniens als Risikogebiet ausgewiesen, ebenso mehrere europäische Staaten außerhalb der EU. Auch die vier türkischen Küstenprovinzen, für die keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts mehr gilt, sind weiterhin als Risikogebiete eingestuft.

Erneut mehr als 1000 neue Corona-Fälle in Deutschland

09.00 Uhr: Den dritten Tag in Folge hat sich die Zahl der mit dem Coronavirus neu infizierten Personen in Deutschland um über 1000 erhöht. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag 1122 neue Fälle, womit es insgesamt 215.336 sind. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um zwölf auf 9195. Am Donnerstag waren mit 1045 erstmals seit Mai mehr als 1000 Neuansteckungen am Tag verzeichnet worden. Am Freitag hatte das RKI 1147 Fälle gemeldet. Die meisten Neuinfizierten gab es laut RKI-Statistik von Samstag in Nordrhein-Westfalen mit 444, gefolgt von Hessen mit 158.

Vor allem die Reiserückkehrer machen den Experten Sorge. Ab heute müssen sich nach einer Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn alle Reisenden aus Risikogebieten testen lassen. Die Kosten übernimmt der Staat. Weltweit sind viele Reiseländer als Risikoregionen von Auswärtigem Amt und RKI eingestuft, darunter die Türkei. In Europa gehören unter anderem Barcelona und die Costa Brava in Spanien dazu.

Viele Menschen dürften in den kommenden Wochen von ihren Reisen nach Deutschland zurückkehren. In mehreren Bundesländern hat die Schule wieder begonnen, in vielen gehen die Sommerferien zu Ende, wie etwa im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW in der kommenden Woche. In Mecklenburg-Vorpommern, wo der Unterricht bereits begonnen hatte, mussten zwei Schulen wieder geschlossen werden.

Italien stützt Wirtschaft mit 25 Milliarden Euro

09.00 Uhr: Italien hat seine Anti-Corona-Maßnahmen um einen Monat verlängert. Die Konjunktur will die Regierung mit Finanzhilfen für Unternehmen und Familien wieder in Schwung bringen. Vor allem der Süden könnte davon profitieren. Lesen Sie hier mehr dazu.

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