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Corona-News am Mittwoch: Die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-CoV-2 und Covid-19

23 сентября
04:09 2020
Roman Prymula nach seiner Ernennung zum neuen Gesundheitsminister Tschechiens Icon: vergrößern

Roman Prymula nach seiner Ernennung zum neuen Gesundheitsminister Tschechiens

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Vit Simanek / imago images/CTK Photo

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Renommierter Van-Cliburn-Musikwettbewerb verschoben

02.42 Uhr: Wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie ist der renommierte Van-Cliburn-Musikwettbewerb zum ersten Mal in seiner fast 60-jährigen Geschichte verschoben worden. Der Klavier-Wettbewerb, der normalerweise alle vier Jahre stattfindet, solle statt im Sommer 2021 nun im Sommer 2022 über die Bühne gehen, teilten die Veranstalter in Forth Worth im US-Bundesstaat Texas am Dienstag mit. Unter anderem wegen anhaltender Reisebeschränkungen und Planungsunsicherheiten sei es nicht möglich gewesen, die Veranstaltung im kommenden Jahr abzuhalten.

Zuletzt hatte 2017 der südkoreanische Pianist Yekwon Sunwoo den Wettbewerb und ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Dollar gewonnen. Die Veranstaltung ist nach dem US-Pianisten Van Cliburn (1934-2013) benannt, der 1958 als erster Amerikaner den Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau gewann und damit in den USA zum Volkshelden wurde.

Grüne und Linke wollen gegen AfD-Maskenverweigerer im Bundestag vorgehen

01.42 Uhr: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen fordern Grüne und Linke schärfere Regeln, um im Bundestag gegen Maskenverweigerer in der AfD-Fraktion vorgehen zu können. "Wir werden anregen, die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes festzuschreiben", sagte Britta Haßelmann, Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Jan Korte von der Linken-Fraktion sagte den Blättern, wenn es notwendig sei, werde man "auch über die Hausordnung sprechen".

Korte betonte: "Bei der AfD denken sie offenbar, dass für sie nicht dieselben Regeln gelten wie für die normale Bevölkerung, nur weil sie Abgeordnete sind." Es gelte, dafür zu sorgen, "dass Abgeordnete aus Risikogruppen ihr Mandat sicher wahrnehmen können, ohne von AfD-Angehörigen in Gefahr gebracht zu werden". Haßelmann kritisierte ebenfalls die AfD-Abgeordneten: "Sie tragen demonstrativ keinen Mund-Nase-Schutz, halten keinen Abstand oder stehen bei namentlichen Abstimmung ohne Maske eng zusammen." Auch SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider monierte bei Funke, viele AfD-Abgeordnete gefährdeten "nicht nur die Gesundheit anderer im Parlamentsbetrieb, sondern scheitern auch daran, einer Vorbildfunktion gerecht zu werden".

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hatte vergangene Woche alle Mitglieder des Parlaments "mit Nachdruck" zum konsequenten Maskentragen in den Räumlichkeiten des Bundestags ermahnt. Die AfD-Fraktion stellt es nach eigenen Angaben ihren Abgeordneten frei, selbst über das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu entscheiden.

Saudi-Arabien erlaubt schrittweise wieder kleine Wallfahrt

01.10 Uhr: Saudi-Arabien will die muslimische Wallfahrt Umrah nach sieben Monaten Corona-Auszeit schrittweise und unter strengen Auflagen wieder erlauben. Die zweitgrößte Wallfahrt nach dem sogenannten Hadsch war Ende Februar aus Sorge einer Ausbreitung des Coronavirus verboten worden. Ab dem 4. Oktober soll die kleine Wallfahrt nach Mekka zunächst für Gläubige, die sich im Land befinden, wieder machbar sein, teilte das saudische Innenministerium mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Dienstagabend meldete.

Im Gegensatz zum Hadsch kann die Umrah jederzeit durchgeführt werden. Jedes Jahr reisen dafür Millionen Muslime in das Königreich. Das Geschäft mit den Pilgern zählt nach dem Öl zu den wichtigsten Einnahmequellen für Saudi-Arabien.

Zunächst sollen nur 6000 Pilger pro Tag in der Großen Moschee in Mekka zugelassen werden. Dort werde für genügend Abstand zwischen den Gläubigen gesorgt. Ab dem 18. Oktober werde das Königreich 15.000 Pilger zulassen, teilte die Behörde mit. Dann sollen auch die Gebete in der Moschee mit dem Grab des Propheten Mohammed in der Stadt Medina wieder aufgenommen werden. Muslime im Ausland dürften ab dem 1. November wieder die Wallfahrt ins Königreich aufnehmen. Dann sollen insgesamt 20.000 Pilger pro Tag zugelassen werden.

Lufthansa will Passagieren Schnelltests zur Verfügung stellen

00.50 Uhr: Die Lufthansa will im Oktober damit beginnen, Passagieren Corona-Schnelltests zur Verfügung zu stellen. Das sagte Konzernmanager Björn Becker in einer Telefonkonferenz. Er verweist auf entsprechende Angebote von Pharmakonzernen wie Abbott Laboratories und Roche. Seinen Worten zufolge erwägt die Lufthansa, Testzentren auf Flughäfen in den USA und Kanada zu öffnen.

Forschung von Pharmafirmen: Impfstoff im Schnellverfahren

00.40 Uhr: Drei Pharmafirmen haben Studienprotokolle für die Corona-Impfstoffentwicklung veröffentlicht. Zwei könnten die Untersuchungen vorzeitig abbrechen und eine Notfallzulassung beantragen. Wenn die US-Behörden nicht doch noch die Standards verschärfen. Lesen Sie hier mehr:

Tschechien: Bars müssen früher schließen

00.20 Uhr: In Tschechien stehen laut Gesundheitsminister Roman Prymula schärfere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus kurz bevor: Ab Donnerstag müssen Bars um 22 Uhr schließen, auch bei der Zuschauerzahl bei Sportveranstaltungen werde es neue Regeln geben, sagte der Nachfolger von Adam Vojtěch, der Anfang der Woche inmitten steigender Infektionszahlen als Gesundheitsminister zurückgetreten war, in einem Fernsehinterview. Das Gesundheitsministerium werde am Mittwoch weitere Einzelheiten bekanntgeben.

Tschechien hatte am Dienstag laut Angaben des Ministeriums 837 Neuinfektionen verzeichnet, nach 1467 am Montag. In den letzten Wochen war die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Tschechien rapide angestiegen. Fast täglich waren neue Höchststände zu vermelden. Experten sprachen von einer "zweiten Welle" des Infektionsgeschehens. Vojtěch wollte die Maßnahmen schon früher verschärfen, wurde aber teilweise von Regierungschef Andrej Babiš wieder zurückgepfiffen.

Premierminister Babis hatte am Dienstag gesagt, dass die Gesundheitsdienste des Landes überfordert seien. Die Regierung werde sich darauf konzentrieren, genügend Krankenhauskapazitäten bereitzustellen. Am Montag hatte Babiš den Epidemiologen Prymula als Nachfolger ernannt.

Nike steigert Gewinn kräftig — Coronakrise sorgt für Online-Absatz

00.15 Uhr: Der Online-Shopping-Boom während der Corona-Pandemie hat Nike im jüngsten Geschäftsquartal zu deutlich mehr Gewinn verholfen. In den drei Monaten bis Ende August verdiente der weltgrößte Sportartikelhersteller 1,5 Milliarden Dollar (1,3 Mrd Euro), wie er am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Das entspricht einem Anstieg um elf Prozent im Jahresvergleich.

Nikes Erlöse im digitalen Geschäft kletterten um 82 Prozent. Vor allem in China verbuchte Nike deutlich mehr Nachfrage. Dennoch sank der konzernweite Umsatz insgesamt um knapp ein Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar. Dank niedrigerer Ausgaben blieb unterm Strich trotzdem wesentlich mehr in der Kasse als vor einem Jahr.

Die Erwartungen der Analysten konnte Nike mit den Quartalszahlen klar übertreffen, Anleger ließen die Aktie nachbörslich zunächst um mehr als acht Prozent steigen. Seit Jahresbeginn hat der Kurs bereits um über 15 Prozent zugelegt. Im Vorquartal hatte Nike aufgrund geschlossener Läden und hoher Sonderkosten angesichts der Corona-Pandemie noch einen hohen Verlust hinnehmen müssen.

Eurostat: Zahl der Asylbewerber sinkt in Coronakrise drastisch

00.10 Uhr: Die Coronakrise hat zu einem deutlichen Rückgang der Asylbewerberzahlen in der EU geführt. Im zweiten Quartal 2020 sei die Zahl der Erstanträge auf internationalen Schutz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 68 Prozent auf rund 46.500 gesunken, teilte die EU-Statistikagentur Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Dieser starke Rückgang sei auf die Notfallmaßnahmen zurückzuführen, die die EU-Staaten seit Anfang März wegen der Coronavirus-Pandemie ergriffen hätten. Insgesamt habe es innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 196.600 Erstanträge auf Asyl gegeben. Zuerst hatte die Funke Mediengruppe darüber berichtet.

Die meisten Anträge — fast ein Drittel (14.200) — wurden zwischen April und Juni in Deutschland gestellt. Im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße liegt das kleine EU-Land Zypern jedoch mit 880 Anträgen auf dem ersten Platz. Die meisten Anträge EU-weit stellten Syrer (7700).

Madrids Regionalregierung warnt vor Lockdown für ganze Hauptstadt

00.05 Uhr: Angesichts der weiter rasant steigenden Zahl an Corona-Infektionen in Madrid hat Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso vor einem Lockdown auch der gesamten Hauptstadtregion gewarnt. Bereits seit Montag sind Wohngebiete mit insgesamt 850.000 Einwohnern teilweise abgesperrt. Die Bewohner dürfen sie nur verlassen, um unter anderem zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt zu gehen. "Es macht keinen Sinn, Beschränkungen in einigen Vierteln anzuordnen und in anderen nicht", sagte Ayuso spanischen Medien zufolge am Dienstag. Sie schloss nicht aus, dass womöglich auch die ganze Hauptstadtregion mit insgesamt 6,6 Millionen Einwohnern betroffen werden könnte, wie die Zeitung "El País" berichtete.

Tatsächlich liegt die Zahl der Neuinfektionen nach Informationen vom Dienstag bereits in 16 weiteren Stadtgebieten ebenso wie in den bereits teilweise abgeriegelten Gegenden bei über 1000 je 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen. Zur Einordnung: In Deutschland liegt dieser Wert derzeit bei 13,5 auf sieben Tage gerechnet. Die Vergleichszahl zu Madrid wäre also rein rechnerisch 27 zu gut 1000.

Mit mehr als 680.000 Infektionen und 30.900 Toten ist Spanien das von der Pandemie am heftigsten getroffene Land Westeuropas. Etwa ein Drittel der Fälle wird in Madrid registriert. Für ganz Spanien wies das Gesundheitsministerium am Dienstag 10.799 Neuinfektionen binnen der vergangenen 24 Stunden sowie Nachmeldungen aus vergangenen Tagen aus. Im selben Zeitraum habe es 241 weitere Corona-Tote gegeben.

Icon: Der Spiegel

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